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Altersvorsorgedepot: Entkomme jetzt schon der Renten-Falle
Autor: Michael Beutel Update: 18. Dezember 2025
Hinweis zur Aktualität: Dieser Beitrag basiert auf dem aktuellen Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge (Stand: Dezember 2025). Das Gesetz befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren. Änderungen im weiteren Gesetzgebungsprozess sind möglich. Dieser Beitrag wird fortlaufend aktualisiert, sobald ein Regierungsentwurf vorliegt oder sich relevante Inhalte ändern.
Du träumst von einer sorgenfreien Rente?
Von einem Altersvermögen, das dir den Ruhestand versüßt?
Dann habe ich gute Nachrichten für dich: Das Altersvorsorgedepot soll kommen.
Ab 2027 soll es deine private Altersvorsorge neu ausrichten.
Stell dir vor, du könntest die Renditen des Aktienmarkts nutzen UND dabei kräftige Steuervorteile einstreichen.
Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es aber nicht.
In diesem Artikel zeige ich dir:
- Wie das Altersvorsorgedepot funktioniert (und warum es besser ist als Riester & Co.)
- Welche 7 Vorteile deine Rente retten werden
- Wie du jetzt schon die Weichen für deine finanzielle Zukunft stellen kannst
Bist du bereit, deine Altersvorsorge auf das nächste Level zu bringen?
Dann lass uns loslegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Rendite-Boost für deine Rente: Ab 2027 öffnet das Altersvorsorgedepot die Tür zum Aktienmarkt. Du investierst direkt in Aktien und ETFs – Chancen auf höhere Renditen inklusive.
- Clevere Steuervorteile: Deine Einzahlungen sind steuerlich absetzbar, und während der Ansparphase bleiben die Erträge steuerfrei. Erst bei der Auszahlung im Alter greift der Fiskus zu.
- Du hast das Steuer in der Hand: Gestalte deine Anlagestrategie flexibel und nach deinen Vorstellungen. Mit jährlich geförderten Einzahlungen bis zu 1.800 Euro und niedrigen Kosten baust du effektiv Vermögen auf.
- Flexible Auszahlung im Ruhestand: Ob monatliche Rente oder ein Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr. Du entscheidest, wie du im Alter über dein Geld verfügst.
- Perfekte Ergänzung: Kombiniere das Altersvorsorgedepot clever mit anderen Vorsorgeformen wie Immobilien oder betrieblicher Altersvorsorge für eine rundum solide Absicherung.
- Starte jetzt: Sammle schon heute wertvolle Erfahrungen mit einem Robo-Advisor. So bist du bestens vorbereitet, wenn das Altersvorsorgedepot startet.
Was ist ein Altersvorsorgedepot und wie funktioniert es?
Das Altersvorsorgedepot ist ein neues, staatlich gefördertes Modell der privaten Altersvorsorge in Deutschland.
Der Start ist derzeit für den 01.01.2027 vorgesehen.
Bis dahin befindet sich das Modell noch im Gesetzgebungsverfahren und die Details können sich ändern.
Das Altersvorsorgedepot soll dir ermöglichen, für dein Alter vorzusorgen, indem du in Aktien und ETFs investierst.
Klingt kompliziert?
Ist es aber nicht. Lass es mich dir erklären.
Im Grunde ist es ganz einfach: Du zahlst regelmäßig Geld in dein Altersvorsorgedepot ein. Dieses Geld investierst du dann in Wertpapiere deiner Wahl – meistens Aktien oder ETFs.
Steuern sparen und Freiheit genießen – geht das?
Der Clou dabei: Du profitierst von Steuervorteilen. Deine Einzahlungen werden staatlich gefördert und können zusätzlich steuerlich berücksichtigt werden.
Die maximale förderfähige Einzahlung beträgt 1.800 Euro pro Jahr zuzüglich staatlicher Zulagen.
Und während dein Geld angelegt ist und (hoffentlich) wächst, musst du keine Steuern auf die Gewinne zahlen. Erst wenn du im Alter das Geld auszahlen lässt, wird es besteuert.
Das Ganze ist deutlich flexibler als viele andere Formen der Altersvorsorge.
Du entscheidest selbst, wie du dein Geld anlegst.
Willst du alles in einen weltweiten Aktien-ETF stecken? Kein Problem.
Lieber eine Mischung aus Aktien und Anleihen? Auch das ist möglich.
Du hast die Kontrolle. Zugelassen sind allerdings nur bestimmte Anlageformen, die gesetzlich festgelegt sind. Sehr spekulative oder komplexe Finanzprodukte sind ausgeschlossen.
Aktien in der Rente? Keine Panik!
Warum ist das gut für deine Rente?
Aktien haben langfristig die besten Renditen gebracht.
Wenn du dir die Vergangenheit anschaust – und ja, die Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft, aber sie gibt uns zumindest einen Anhaltspunkt – dann haben breit gestreute Aktieninvestments wie der MSCI World im Schnitt zwischen 7 % und 9 % pro Jahr eingebracht.
Damit kannst du ein Vermögen bilden, vor allem wenn du über Jahrzehnte sparst.
Aber Moment mal, Aktien sind doch riskant, oder?
Ja, das stimmt.
Es gibt keine Garantie, dass dein Depot immer nur nach oben geht.
Es wird Schwankungen geben, manchmal auch heftige.
Aber, und das ist der springende Punkt, das Altersvorsorgedepot ist für die lange Strecke gedacht.
Du sparst über Jahrzehnte. Und über so lange Zeiträume haben sich Aktien bisher immer als die beste Wahl erwiesen.
Apropos lange Strecke: Das Geld im Altersvorsorgedepot ist grundsätzlich bis zum Beginn der Auszahlungsphase gebunden.
Du kannst es also nicht einfach so abheben.
Das mag auf den ersten Blick als Nachteil erscheinen, ist aber eigentlich eine gute Sache. Es verhindert, dass du in Versuchung kommst, dein Altersvermögen vorzeitig anzuzapfen.
Jetzt fragst du dich vielleicht: Und was ist, wenn ich in Rente gehe? Wie komme ich dann an mein Geld?
Auch da bist du flexibel. Zu Beginn der Auszahlungsphase kannst du zwischen einer lebenslangen Rente oder einem Auszahlungsplan wählen, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft.
Eine vollständige Einmal-Auszahlung ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.
Die genauen Details dazu werden noch ausgearbeitet, aber es zeichnet sich ab, dass du hier mehr Flexibilität hast als bei klassischen Riester-Produkten.
480 Euro pro Jahr vom Staat geschenkt
Du musst mindestens 120 Euro pro Jahr einzahlen, also 10 Euro pro Monat.
Für jeden eingezahlten Euro erhältst du eine staatliche Grundzulage.
Bis zu einem Eigenbeitrag von 1.200 Euro bekommst du 30 Cent pro Euro dazu.
Für weitere Einzahlungen bis 1.800 Euro erhältst du 20 Cent pro Euro.
Die maximale Grundzulage beträgt damit 480 Euro pro Jahr.
Wenn du Kinder hast, bekommst du zusätzlich 25 Cent pro eingezahltem Euro, maximal 300 Euro pro Kind, wenn du 1.200 Euro pro Jahr einzahlst.
Berufseinsteiger unter 25 Jahren erhalten einmalig einen Bonus von 200 Euro.
Einen einkommensabhängigen Zusatzbonus gibt es im aktuellen Referentenentwurf nicht mehr.
Vater Staat hilft mit – aber warum?
Ein wichtiger Punkt noch: Das Altersvorsorgedepot ist keine Erfindung von irgendwelchen Finanzhaien, die dir das Geld aus der Tasche ziehen wollen.
Es ist ein staatlich gefördertes Modell.
Die Regierung will damit die private Altersvorsorge attraktiver machen.
Warum?
Weil unsere gesetzliche Rente langfristig Probleme bekommt. Immer weniger junge Menschen müssen für immer mehr Rentner aufkommen.
Da braucht es Alternativen.
Ich selbst habe in den letzten 24 Jahren so ziemlich alles ausprobiert, was der Finanzmarkt zu bieten hat. Und ich kann dir sagen: Das Konzept des Altersvorsorgedepots gefällt mir richtig gut.
Es kombiniert die Renditechancen des Aktienmarkts mit steuerlichen Vorteilen und gibt dir gleichzeitig die Kontrolle über deine Anlagen.
Das ist eine Mischung, die es so bisher nicht gab.
Klar, es ist kein Wundermittel.
Du musst dich schon ein wenig mit der Materie beschäftigen.
Oder du lässt dich dabei von einem Robo Advisor unterstützen. Das geht übrigens heute schon, aber dazu später mehr.
Auf jeden Fall lohnt sich die Zeit, dich schlau zu machen, denn dieses Zeitinvestment wird dir in ein paar Jahrzehnte in Zehntausende von Euro zusätzlicher Rente bringen.
8 Vorteile des Altersvorsorgedepots, die deine Rente sichern
Lass uns einmal genauer schauen, was das Altersvorsorgedepot so besonders macht.
Es gibt einige gute Vorteile, die du kennen solltest.

Vorteil #1: Die Renditechancen sind wirklich beeindruckend
Du kannst direkt in Aktien und ETFs investieren.
Das ist was ganz anderes als das mickrige Prozent, das du auf deinem Sparbuch bekommst.
Klar, Aktien schwanken. Mal geht's rauf, mal runter.
Aber über lange Zeit? Da haben Aktien bisher alles andere in den Schatten gestellt.
Vor allem, wenn du in ein weltweit breit aufgestelltes Portfolio investiert.
Denn auch, wenn du dadurch einige Börsenhochs und -tiefs erleben wirst.
Langfristig ging's immer nach oben. Denn die Weltwirtschaft wird weiter wachsen.
Vorteil #2: Steuervorteile, die sich wirklich lohnen
Du kannst Einzahlungen in dein Altersvorsorgedepot steuerlich fördern lassen, allerdings nicht unbegrenzt.
Die maximale förderfähige Einzahlung beträgt 1.800 Euro pro Jahr zuzüglich staatlicher Zulagen.
Das heißt, der Staat gibt dir quasi Geld dazu.
Das ist Geld, das direkt in deine Tasche wandert.
Und es kommt noch besser: Während dein Geld im Depot liegt und für dich arbeitet, zahlst du keine Steuern auf die Gewinne.
Normalerweise müsstest du jedes Jahr Abgeltungssteuer zahlen, wenn deine Aktien Gewinne machen.
Nicht beim geplanten Altersvorsorgedepot. Das Geld bleibt komplett bei dir und kann sich weiter vermehren.
Vorteil #3: Du bist super flexibel
Anders als bei vielen Versicherungsprodukten bist du hier nicht an starre Verträge gebunden.
Du entscheidest selbst, wie du dein Geld anlegst.
Willst du mehr Risiko und Renditechance? Dann packst du mehr in Aktien.
Wird dir das zu heiß? Dann mischst du mehr sichere Anleihen bei.
Deine Anlagefreiheit besteht allerdings innerhalb eines gesetzlich vorgegebenen Rahmens. Sehr spekulative oder komplexe Produkte sind ausgeschlossen.
Du kannst deine Strategie jederzeit anpassen.
Vorteil #4: Transparenz
Du siehst jederzeit genau, wo dein Geld steckt und wie es sich entwickelt.
Keine versteckten Gebühren, keine undurchsichtigen Versicherungsprodukte.
Alles liegt offen auf dem Tisch.
Das ist besonders wichtig. Es gibt einfach zu viele Menschen, die nach Jahren festgestellt haben, dass ihre vermeintlich tolle Altersvorsorge vor allem die Taschen von Versicherungsvertretern gefüllt hat.
Vorteil #5: Die Kosten sind vergleichsweise niedrig
Klar, ganz umsonst wird es auch das Altersvorsorgedepot nicht geben.
Aber weil du direkt in Wertpapiere investierst und keine teuren Versicherungskomponenten dabei sind, hält sich der Kostenfaktor in Grenzen.
Für standardisierte Altersvorsorgedepots ist eine gesetzliche Kostenobergrenze vorgesehen, die die jährliche Renditeminderung durch Kosten auf maximal 1,5 Prozent begrenzt.
Vor allem, wenn du auf günstige Robo Advisor setzt oder dir dein Portfolio bei einem Neo-Broker selbst zusammengestellt hast, können die laufenden Kosten echt niedrig ausfallen.
Vorteil #6: Extra-Zuschüsse vom Staat
Du erhältst Extra-Zuschüsse vom Staat.
Die genauen Beträge haben wir uns oben schon angeschaut.
Das kennst du vielleicht von der Riester-Rente. Nur, dass du hier deutlich freier bist in deinen Anlageentscheidungen.
Vorteil #7: Du baust dir ein echtes Vermögen auf
Anders als bei vielen Rentenversicherungen, wo dein Geld irgendwo im System verschwindet, werden im Altersvorsorgedepot tatsächlich Vermögenswerte für dich aufgebaut.
Du siehst, wie dein Vermögen wächst. Das ist nicht nur finanziell super, sondern gibt dir auch ein gutes Gefühl.
Vorteil #8: Du kannst früh anfangen
Das Altersvorsorgedepot richtet sich an förderberechtigte Personen im erwerbsfähigen Alter.
Ein konkretes Mindestalter ist jedoch im aktuellen Referentenentwurf nicht ausdrücklich festgelegt.
Je früher du anfängst, desto mehr Zeit hat dein Geld, um zu wachsen.
Der Zinseszinseffekt ist wahrlich beeindruckend. Ich wünschte, ich hätte mit 18 schon so eine Möglichkeit gehabt.
Klingt alles zu schön, um wahr zu sein?
Na ja, es gibt natürlich auch ein paar Haken.
Zum Beispiel trägst du das Anlagerisiko selbst. Wenn die Börse crasht, dann crasht auch dein Depot.
Aber ja, das gehört dazu. Langfristig hat sich der Aktienmarkt bisher immer erholt. Und genau dafür ist das Altersvorsorgedepot ja da: für die lange Strecke.
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Wie sicher ist dein Geld im Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot bietet dir eine ziemlich gute Mischung aus Sicherheit und Renditechancen.
Aber es ist kein risikofreies Sparbuch. Du hast die Chance auf höhere Renditen, musst dafür aber auch bereit sein, Schwankungen auszuhalten.
Hier die wichtigsten Punkte, die du wissen solltest:
Sondervermögen schützt dich. Deine Wertpapiere im Depot sind als Sondervermögen geschützt. Was heißt das? Selbst wenn dein Depotanbieter pleite gehen sollte, bleiben deine Anlagen unangetastet.
Stell dir vor, du parkst dein Auto in einer Garage. Wenn der Garagenbesitzer insolvent geht, bleibt dein Auto trotzdem dein Eigentum. Genauso ist es mit deinen Wertpapieren im Altersvorsorgedepot.
Gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung. Hier geht's um dein Bargeld im Depot. Nicht investiertes Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist gesetzlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank abgesichert.
Viele Banken bieten sogar noch mehr Schutz durch freiwillige Einlagensicherung. Das ist wie ein zusätzlicher Airbag für dein Geld.
Langfristiger Anlagehorizont als Verbündeter. Das Altersvorsorgedepot ist für Jahrzehnte konzipiert. Dieser lange Zeithorizont ist dein bester Freund. Er gleicht kurzfristige Schwankungen aus und bietet dir höhere Renditechancen. Je länger du dabei bleibst, desto besser stehen deine Chancen.
Aber jetzt kommt der Haken: Anders als bei Garantieprodukten gibt es beim Altersvorsorgedepot keine Zusage zum Kapitalerhalt. Heißt: Dein Depot kann im Wert schwanken. An manchen Tagen wirst du mehr Geld im Depot haben, an anderen weniger. Das kann ganz schön nervenaufreibend sein.
Kurzfristig kann es an der Börse wild zugehen. Aber langfristig? Da zeigt der Trend nach oben. Und genau dafür ist das Altersvorsorgedepot ja da: für die lange Strecke.
Du sparst über Jahrzehnte. In dieser Zeit wird es Höhen und Tiefen geben. Aber historisch gesehen haben breit gestreute Aktieninvestments über solch lange Zeiträume immer positive Renditen gebracht.
Trotzdem musst du mit den Schwankungen klarkommen. Nicht jeder kann das. Wenn du nachts nicht schlafen kannst, weil dein Depot mal 20 % im Minus ist, dann ist das Altersvorsorgedepot vielleicht nicht das Richtige für dich.
Oder du passt einfach deine Anlagestrategie an. Investiere weniger Aktien und mehr in stabilere Anleihen. Ein Robo Advisor kümmert sich darum. So kannst du nachts gut schlafen, auch wenn es an der Börse einmal wilder zugeht.
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Wie hoch sind die Kosten für ein Altersvorsorgedepot?

Lass uns über die Kosten des Altersvorsorgedepots sprechen.
Denn auch wenn es staatlich gefördert ist – ganz umsonst ist das Altersvorsorgedepot natürlich nicht.
Es sieht jedenfalls so aus, als würde es deutlich günstiger als viele andere Vorsorgeprodukte.
Die genauen Kosten stehen noch nicht final fest. Das Altersvorsorgedepot ist derzeit ab 2027 vorgesehen und befindet sich noch im Gesetzgebungsverfahren.
Aber ich kann dir schon mal einen groben Überblick geben, worauf du dich einstellen kannst.
Der größte Kostenpunkt werden die Servicegebühren für die Depotführung sein. Das ist sozusagen die Miete für den Platz, den deine Wertpapiere bei der Bank oder dem Finanzdienstleister brauchen.
Für standardisierte Altersvorsorgedepots ist gesetzlich vorgesehen, dass die durchschnittliche jährliche Renditeminderung durch Kosten maximal 1,5 Prozent betragen darf.
Das ist ein wichtiger Punkt. Denn damit wird verhindert, dass zu hohe Gebühren langfristig einen großen Teil deiner Rendite auffressen.
Dann kommen möglicherweise noch Transaktionskosten dazu. Das sind Gebühren, die anfallen, wenn du Wertpapiere kaufst oder verkaufst.
Nicht zu vergessen sind die Produktkosten. Wenn du in ETFs oder Fonds investierst, fallen dafür Verwaltungsgebühren an. Die zahlt nicht direkt du, sondern sie werden vom Fondsvermögen abgezogen. Aber am Ende gehen sie natürlich von deiner Rendite ab.
Bei günstigen ETFs liegen diese Kosten oft unter 0,5 % pro Jahr, bei aktiv gemanagten Fonds können es auch mal 1,5 % oder mehr sein.
Insgesamt ist sind das deutlich weniger Kosten als bei vielen klassischen Vorsorgeprodukten. Es gibt Riester-Verträge und private Rentenversicherungen, wo die Gesamtkosten bei bis zu 5 % pro Jahr liegen. Über die Jahrzehnte frisst das einen riesigen Teil deiner Rendite auf.
Abschlusskosten sollen im neuen System nicht mehr zu Beginn in voller Höhe anfallen, sondern über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt werden.
Das soll verhindern, dass deine ersten Beiträge durch hohe Startkosten belastet werden.
Achte besonders auf die Gesamtkostenquote. Die gibt dir einen guten Überblick über die jährlichen Gesamtkosten im Verhältnis zu deinem angelegten Kapital. Je niedriger, desto besser.
Alles in allem sieht es so aus, als könnte das Altersvorsorgedepot echt eine günstige Alternative zu vielen bestehenden Vorsorgeprodukten werden.
Klar, du zahlst etwas. Aber du bekommst dafür auch echt was geboten: Renditechancen, Flexibilität und staatliche Förderung. Aus meiner Sicht ein ziemlich guter Deal.
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Wie du mit dem Altersvorsorgedepot clever Steuern sparen kannst

Das Altersvorsorgedepot nutzt das sogenannte EET-System (deutsch: EES-System). Klingt erstmal wie Fachchinesisch, ist aber eigentlich ganz einfach:
- E = Einzahlen (steuerbegünstigt)
- E = Ertrag (steuerfrei während der Ansparphase)
- S = Steuern zahlen (erst bei der Auszahlung)
Lass uns das mal Schritt für Schritt durchgehen.
1. Das erste "E" für Einzahlen
Deine Einzahlungen ins Altersvorsorgedepot werden staatlich gefördert und können steuerlich berücksichtigt werden.
Die maximal förderfähige Einzahlung beträgt 1.800 Euro pro Jahr. Zusätzlich erhältst du staatliche Zulagen, die ebenfalls in dein Altersvorsorgedepot fließen.
Ein Sonderausgabenabzug ist möglich, allerdings nur bis zur Höhe der förderfähigen Beiträge inklusive Zulagen.
Was bedeutet das konkret?
Wenn du Beiträge leistest, prüft das Finanzamt wie bisher im Rahmen der sogenannten Günstigerprüfung, ob dir durch den Sonderausgabenabzug ein zusätzlicher Steuervorteil gegenüber den Zulagen entsteht.
Das heißt: Du bekommst entweder die Zulagen oder einen zusätzlichen Steuervorteil oder eine Kombination aus beidem.
Der Staat sorgt dafür, dass du die für dich bessere Variante bekommst.
Nicht schlecht, oder?
2. Das zweite "E" für Ertrag
Während dein Geld im Depot liegt und für dich arbeitet, musst du keine Steuern auf die Gewinne zahlen.
Normalerweise würdest du jedes Jahr Abgeltungssteuer auf Dividenden und Kursgewinne zahlen.
Hier nicht. Das Geld bleibt komplett bei dir und kann sich weiter vermehren. Das ist der Zinseszinseffekt in Reinform.
3. Das "S" für Steuern (zahlen)
Doch irgendwann müssen die Steuern gezahlt werden.
Wenn du im Alter Leistungen aus deinem Altersvorsorgedepot erhältst, werden diese nachgelagert besteuert. Die Besteuerung erfolgt mit deinem persönlichen Steuersatz.
Im Ruhestand hast du in vielen Fällen ein geringeres Einkommen als während deines Arbeitslebens. Das bedeutet oft auch einen niedrigeren Steuersatz.
Du zahlst also in vielen Fällen weniger Steuern, als du während deiner Berufstätigkeit gespart hast.
Eine pauschale Obergrenze oder Flat Tax ist im aktuellen Referentenentwurf nicht vorgesehen.
Die vollständige Besteuerung der Auszahlungen gehört ausdrücklich zum System der geförderten Altersvorsorge.
Noch etwas Wichtiges: Zusätzlich zu den Steuervorteilen erhältst du staatliche Zulagen, die direkt deinem Altersvorsorgedepot gutgeschrieben werden.
Die Details dazu haben wir weiter oben bereits besprochen.
Bewahre alle Unterlagen sorgfältig auf.
Du wirst das Altersvorsorgedepot in deiner Steuererklärung angeben müssen.
Je besser du dokumentierst, desto einfacher wird es später.
Alles in allem ist das steuerliche Konzept des Altersvorsorgedepots echt clever.
Du sparst Steuern, während du arbeitest und viel verdienst. Dein Geld wächst steuerfrei. Und wenn du es im Alter brauchst, zahlst du weniger Steuern, als du gespart hast.
Aber Vorsicht: Die Regelungen basieren auf dem aktuellen Referentenentwurf.
Da sich das Gesetz noch im parlamentarischen Verfahren befindet, können sich Details bis zur endgültigen Verabschiedung noch ändern.
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Erfahre, wie du mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 deine Steuerlast minimierst. Maximiere deine Einzahlungen für ein sorgenfreies Alter.
Wie viel Geld kannst und solltest du in dein Altersvorsorgedepot einzahlen?
Die kurze Antwort: Es sieht so aus, als könntest du sinnvoll vorsorgen. Aber der Reihe nach.
Erst einmal die Fakten: Um die maximale staatliche Förderung auszuschöpfen, kannst du bis zu 1.800 Euro pro Jahr in ein Altersvorsorgedepot einzahlen.
Zusätzlich zu deinen Einzahlungen erhältst du staatliche Zulagen.
Zum Vergleich: Bei der Riester-Rente liegt der förderfähige Höchstbetrag ebenfalls bei 2.100 Euro inklusive Zulagen.
Das Altersvorsorgedepot liegt mit 1.800 Euro Eigenbeitrag darunter, setzt aber stärker auf einfache Förderung und geringere Kosten.
Aber keine Sorge, du musst nicht gleich Höchstbeiträge einzahlen.
Das ist die Obergrenze. Alles darunter ist auch okay.
Der Trick ist: Je mehr du innerhalb der Fördergrenzen einzahlst, desto höher fallen Zulagen und mögliche Steuervorteile aus.
Und nun zur entscheidenden Frage: Wie viel solltest du einzahlen?
Das ist schwer zu beantworten. Denn es hängt von so vielen Faktoren ab: deinem Einkommen, deinen sonstigen Ausgaben, deinen anderen Vorsorgemaßnahmen, deinem Alter...
Aber ich kann dir ein paar Faustregeln geben:
- Fang früh an. Je eher du anfängst zu sparen, desto mehr Zeit hat dein Geld zu wachsen. Der Zinseszinseffekt ist wirklich eine erstaunliche Kraft.
- Spare regelmäßig. Besser jeden Monat 100 Euro als einmal im Jahr 1.200 Euro. So nutzt du den Durchschnittskosteneffekt und bleibst am Ball.
- Steigere deine Beiträge mit der Zeit. Wenn du mehr verdienst, pack auch mehr in deine Altersvorsorge.
- Nutze staatliche Förderung. Versuche, mindestens so viel einzuzahlen, dass du die vollen Zulagen ausschöpfst.
- Bleib flexibel. Das Leben ist unberechenbar. Plane einen Notgroschen als Puffer für unerwartete Ausgaben ein.
Viele Finanzexperten empfehlen, etwa 10−15 % deines Einkommens für die Altersvorsorge zurückzulegen.
Das Altersvorsorgedepot könnte ein guter Weg sein, einen Teil davon anzulegen. Aber vergiss nicht: Es sollte nur ein Teil deiner Gesamtstrategie sein.

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Wie kannst du Geld aus deinem Altersvorsorgedepot auszahlen?
Der Auszahlungsbeginn ist an den Beginn der Auszahlungsphase gebunden und nicht völlig frei wählbar.
Eine flexible Wahl innerhalb eines mehrjährigen Zeitfensters ist im aktuellen Referentenentwurf nicht vorgesehen.
Dann hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
- Lebenslange Rente: Für Fans von lebenslanger Sicherheit. Du wandelst dein angespartes Kapital in eine lebenslange Leibrente um, die bis zu deinem Lebensende gezahlt wird.
- Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr: Du bekommst regelmäßige Zahlungen aus deinem Altersvorsorgedepot. Der Auszahlungsplan muss mindestens bis zum vollendeten 85. Lebensjahr laufen. Ein längerer Auszahlungszeitraum ist möglich.
Eine vollständige Kapitalauszahlung auf einen Schlag ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.
Vorzeitige Entnahmen sind grundsätzlich ausgeschlossen.
Ausnahmen gelten nur für bestimmte, gesetzlich geregelte Zwecke, zum Beispiel im Zusammenhang mit selbstgenutztem Wohneigentum, sofern der jeweilige Vertrag diese Option vorsieht.
Aber Vorsicht: Auch diese Sonderfälle sind klar reglementiert und nicht mit einer freien Verfügung über das Kapital gleichzusetzen.
Die steuerliche Behandlung der Auszahlungen ist dagegen klar geregelt:
Die Leistungen aus dem Altersvorsorgedepot werden in der Auszahlungsphase nachgelagert mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert.
Alles in allem gilt: Du bekommst mehr Flexibilität als bei klassischen Riester-Produkten, aber deutlich weniger Freiheit als bei einem völlig ungeförderten Depot.
Das Altersvorsorgedepot ist eben keine Spielwiese, sondern ein Instrument für die gezielte Altersvorsorge.
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Clever kombinieren: Altersvorsorgedepot und Immobilien
Viele Deutsche sehen ja ein Eigenheim als eine Art Altersvorsorge.
Wie passt das mit dem Altersvorsorgedepot zusammen?
Es sieht so aus, als könntest du dein Altersvorsorgedepot tatsächlich für Immobilienzwecke nutzen. Das ist Teil des aktuellen Gesetzentwurfs und keine bloße Idee mehr.
Bei vielen anderen Vorsorgeformen geht das nicht oder nur sehr eingeschränkt.
Hier sind die Möglichkeiten, die der Gesetzentwurf vorsieht:
- Hauskauf: Du kannst Geld aus deinem Altersvorsorgedepot für den Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie verwenden.
- Tilgung bestehender Immobiliendarlehen: Hast du schon eine Immobilie und noch einen Kredit bei der Bank laufen? Auch Tilgungsleistungen können gefördert werden, wenn das Darlehen für selbst genutztes Wohneigentum eingesetzt wird.
- Altersgerechte Umbauten: Wenn du älter wirst und dein Haus barrierefrei machen willst, kann Altersvorsorgevermögen auch hierfür eingesetzt werden.
- Energetische Sanierung: Willst du dein Haus fit für die Zukunft machen? Auch Maßnahmen zur energetischen Sanierung sind grundsätzlich förderfähig.
Aber Vorsicht: Es gibt auch ein paar Haken. Die Entnahmemöglichkeit für Immobilienzwecke ist kein zwingender Bestandteil jedes Altersvorsorgedepots.
Ob und in welchem Umfang du dein Depot dafür nutzen kannst, hängt vom jeweiligen Vertragsangebot ab.
Und wenn du Geld vor dem Renteneintritt entnimmst, wird das in einem sogenannten Wohnförderkonto erfasst.
Das bedeutet, das entnommene Kapital wird später in der Auszahlungsphase nachgelagert besteuert. Die Besteuerung des Wohnförderkontos soll künftig über einen Zeitraum von fünf Jahren erfolgen.
Generell ist es fraglich, ob du dein gesamtes Altersvorsorgedepot in eine Immobilie stecken solltest.
Du wohnst zwar mietfrei im Alter und Immobilien waren in der Vergangenheit oft ein guter Inflationsschutz.
Aber es gibt auch Nachteile.
Dein Geld ist nicht mehr liquide. Du kannst ein Haus nicht einfach so in kleine Stücke verkaufen, wenn du mal Geld brauchst.
Außerdem brauchen Immobilien Pflege. Das kostet Zeit und Geld.
Und du legst alle Eier in einen Korb. Das widerspricht dem Prinzip der Risikostreuung.
Vielleicht nutzt du einen Teil deines Altersvorsorgedepots für Immobilienzwecke und lässt den Rest in Wertpapieren.
So hast du die Vorteile von beidem und verzichtest nicht auf potenzielle Renditen am Aktienmarkt.
Am Ende musst du es gut durchrechnen.
Alles in allem bietet die Kombination von Altersvorsorgedepot und Immobilien spannende Möglichkeiten.
Altersvorsorgedepot vs. andere Vorsorgemodelle – welches lohnt sich mehr?
Du fragst dich jetzt vielleicht:
"Okay, das Altersvorsorgedepot klingt ja ganz nett. Aber was ist mit all den anderen Möglichkeiten, die es schon gibt? Riester, Rürup, private Rentenversicherung und so weiter?"
Gute Frage.
Lass uns mal einen Blick darauf werfen, wie sich das Altersvorsorgedepot im Vergleich schlägt.
Altersvorsorgedepot oder Riester-Rente
Fangen wir mit der Riester-Rente an. Die kennst du wahrscheinlich. Riester war mal der große Hoffnungsträger in Sachen private Altersvorsorge.
Aber mal ehrlich: So richtig gezündet hat das nie.
Warum?
Vor allem wegen der hohen Kosten und der starren Regeln.
Viele Riester-Verträge fressen einen Großteil der Rendite durch Gebühren auf. Beim Altersvorsorgedepot sind für standardisierte Produkte gesetzliche Kostengrenzen vorgesehen, die die Renditeminderung durch Kosten begrenzen sollen.
Und du bist viel flexibler in deinen Anlageentscheidungen.
Klar, Riester hat auch Vorteile. Die Zulagen sind nicht zu verachten, gerade wenn du Kinder hast. Und es gibt weiterhin Riester-Produkte mit Kapitalgarantie. Aber dafür verzichtest du eben auf einen Großteil der Renditechancen.
Das Altersvorsorgedepot ist da mutiger. Du hast mehr Risiko, aber eben auch die Chance auf deutlich höhere Erträge.
Altersvorsorgedepot oder Rürup-Rente
Dann haben wir da noch die Rürup-Rente.
Die ist vor allem für Selbstständige und Gutverdiener interessant, weil du hohe Beiträge steuerlich absetzen kannst.
Aber auch hier gilt: starr, unflexibel und oft teuer.
Rürup-Verträge sehen ausschließlich eine lebenslange Rente vor. Eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich.
Das Altersvorsorgedepot gibt dir mehr Freiheiten. Du kannst selbst entscheiden, wie du anlegen willst.
In der Auszahlungsphase bist du allerdings ebenfalls an feste Modelle gebunden, zum Beispiel an eine lebenslange Rente oder einen Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr.
Altersvorsorgedepot oder private Rentenversicherung
Wie sieht's mit der privaten Rentenversicherung aus? Die wirbt ja gerne mit Sicherheit und garantierten Renten.
Klingt erstmal gut. Aber in Zeiten von niedrigen Zinsen, die zukünftig wieder kommen?
Da bleiben die Renditen oft mager.
Klar, es gibt auch fondsgebundene Varianten mit mehr Renditechancen. Aber die sind oft schwer zu durchschauen und haben hohe Kosten.
Das Altersvorsorgedepot ist da transparenter. Du siehst genau, wo dein Geld steckt und was es kostet.
Altersvorsorgedepot oder betriebliche Rente
Und was ist mit der guten alten betrieblichen Altersvorsorge?
Die hat definitiv ihre Vorteile, vor allem, wenn der Arbeitgeber etwas dazugibt.
Aber sie hat auch ihre Tücken. Oft bist du an deinen Job gebunden und die Anlagestrategien sind nicht gerade innovativ.
Das Altersvorsorgedepot kannst du unabhängig von deinem Arbeitgeber nutzen und hast volle Kontrolle über deine Anlagestrategie.
Altersvorsorgedepot oder eigenständige Anlage
Warum nicht einfach selbst in ETFs investieren? Dann sparst du doch den ganzen Schnickschnack?
Stimmt, das ist auch eine Option. Und für manche Leute ist das der richtige Weg.
Aber das Altersvorsorgedepot hat eben den Vorteil der steuerlichen Förderung. Du profitierst von Zulagen und steuerlicher Förderung, die es bei einem normalen Depot nicht gibt.
Das kann über die Jahre einen gewaltigen Unterschied machen.
Ist das Altersvorsorgedepot für jeden und in jeder Situation die beste Wahl?
Es kommt immer auf deine persönliche Situation an. Auf dein Alter, dein Einkommen, deine Risikobereitschaft und deine sonstigen Altersvorsorge-Maßnahmen.
Du musst dich nicht für das eine oder andere entscheiden. Du kannst das Altersvorsorgedepot super als Ergänzung zu anderen Vorsorgeformen nutzen.
Vielleicht hast du schon eine Betriebsrente und willst jetzt noch was Eigenes on top packen. Oder du hast einen Riester-Vertrag, bist damit aber nicht so ganz glücklich. Das Altersvorsorgedepot kann hier eine Alternative oder Ergänzung sein, sofern die gesetzlichen Rahmenbedingungen passen.
Eins ist jedenfalls klar: Mit dem Altersvorsorgedepot entsteht ein neues Instrument der geförderten Altersvorsorge, das stärker auf Kapitalmarktanlagen setzt als bisherige Modelle.
Es kombiniert die Renditechancen des Aktienmarkts mit steuerlichen Vorteilen und gibt dir gleichzeitig die Kontrolle über deine Anlagen.
Wie schlägt sich unser Altersvorsorgedepot im internationalen Vergleich?
Was machen eigentlich andere Länder so im Hinblick auf Altersvorsorge am Kapitalmarkt?
Die Schweden sind mutig: Sie gehen mit ihrem AP7-Aktienfonds in bis zu 95 % in Aktien. Das klingt riskant, aber zahlt sich aus: seit 2000 bringt der Fonds im Schnitt 6 % Rendite pro Jahr. Da können Sparbücher nicht mithalten.
Norwegen spielt auch in der Champions League der Altersvorsorge. Sie nutzen ihren Ölfonds richtig clever: ca. 70 % in Aktien gesteckt bringen auch hier ca. 6 % Rendite im Jahr.
Die Niederländer setzen voll auf betriebliche Vorsorge. Klingt langweilig, ist aber auch sehr effektiv.
In den USA gibt's mit den 401(k)-Plänen die volle Freiheit. Jeder entscheidet selbst, wo die Reise hingeht.
Und die Briten? Die sind richtig clever: Mit ihrem Opt-Out-System in die betriebliche Altersvorsorge bekommen sie mehr Leute ins Vorsorge-Boot als andere Länder.
Was können wir von den anderen Ländern lernen? Es kristallisieren sich ein paar Erfolgsfaktoren heraus:
- Mehr Aktien = Mehr Rendite (wenn man den langen Atem hat)
- Automatisches Sparen (hier wird Faulheit einmal belohnt)
- Flexibilität (weil das Leben nun mal keine Schnurgerade ist)
- Steuervorteile (Wer sagt schon nein zu Geld vom Staat?)
Unser geplantes Altersvorsorgedepot schlägt sich im internationalen Vergleich ganz gut.
Es mixt die Renditechancen der Schweden, die Flexibilität der Amerikaner und die Steuervorteile der Schweizer.
Unser Altersvorsorgedepot hat also definitiv das Potenzial, die private Altersvorsorge in Deutschland komplett umkrempeln.
Aber wie immer gilt: Nur wer mitmacht, kann gewinnen.
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8 Länder zeigen innovative Altersvorsorge. Erfahre, wie Deutschland beim Altersvorsorgedepot davon profitieren kann.
Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot
Wie hoch ist die durchschnittliche Rendite beim Altersvorsorgedepot?
Hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Das Altersvorsorgedepot ist ja kein fertiges Produkt mit fester Rendite, sondern mehr wie ein Baukasten, den du selbst zusammenstellst.
Die Rendite hängt davon ab, wie du dein Geld anlegst.
Investierst du alles in Aktien-ETFs? Dann kannst du langfristig mit höheren Renditechancen rechnen, konkrete Prozentwerte wie 7−9 % sind jedoch keine Eigenschaft des Altersvorsorgedepots selbst, sondern basieren auf historischen Marktentwicklungen.
Mischst du mehr sichere Anleihen bei, wird die Rendite niedriger sein, dafür schwankt sie weniger.
Eins ist aber klar: Das Altersvorsorgedepot ermöglicht eine deutlich stärkere Kapitalmarktbeteiligung als klassische Garantieprodukte.
Du hast die Chance, direkt von der Entwicklung des Aktienmarktes zu profitieren.
Weiterführende Beiträge
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Kannst du mehrere Altersvorsorgedepots besitzen?
Nach aktuellem Stand: Nein, pro Person soll grundsätzlich nur eine geförderte Altersvorsorge je Produktkategorie möglich sein.
Du kannst aber Beiträge in bis zu zwei Altersvorsorgeverträge leisten, sofern sie unterschiedlichen Produktkategorien angehören. Das könnte zum Beispiel ein Altersvorsorgedepot und ein Garantieprodukt sein.
Das ermöglicht dir, zwei unterschiedliche Anlagestrategien zu verfolgen oder die Vorteile verschiedener Produktkategorien zu nutzen.
Aber Vorsicht: Die Fördergrenzen gelten für alle Verträge zusammen, nicht für jeden einzeln.
Und vergiss nicht: Es gibt eine Obergrenze für die steuerliche Förderung. Diese gilt für deine beiden Verträge zusammen, nicht für jeden einzelnen.
Kannst du den Beitrag zum Altersvorsorgedepot jederzeit ändern?
Die Pläne deuten auf gewisse Grenzen hin. Es gibt einen festen jährlichen Höchstbetrag für die förderfähigen Einzahlungen.
Du könntest also in guten Jahren bis zum Höchstbetrag einzahlen und in schlechten weniger.
Die konkrete Ausgestaltung der Beitragsflexibilität ist im Referentenentwurf jedoch nicht im Detail geregelt.
Was passiert mit deinem Altersvorsorgedepot, wenn du stirbst?
Eine wichtige Frage, über die niemand gern nachdenkt.
Für den Todesfall gibt es im Referentenentwurf bereits klare Grundregeln.
Grundsätzlich gilt: Das Altersvorsorgevermögen ist vererbbar. Allerdings müssen in diesem Fall die erhaltenen steuerlichen Förderungen zurückgezahlt werden.
Es gibt aber Ausnahmen: Das Altersvorsorgevermögen kann im Todesfall förderunschädlich auf einen Altersvorsorgevertrag des überlebenden Ehepartners übertragen werden.
Bei Rentenlösungen gilt: Eine lebenslange Leibrente endet mit dem Tod, es sei denn, es wurde eine Rentengarantiezeit vereinbart.
Die genauen Auswirkungen hängen also stark davon ab, welche Auszahlungsform du gewählt hast.
Wie kannst du mit deinem Altersvorsorgedepot aufholen, wenn du schon älter bist?
Spezielle Aufholbeiträge für ältere Sparer sind im aktuellen Referentenentwurf nicht vorgesehen.
Die maximale förderfähige Einzahlung ist für alle gleich geregelt.
Das heißt, du kannst nicht einfach höhere Beiträge leisten, nur weil du später startest.
Umso wichtiger ist es, früh zu beginnen oder das Altersvorsorgedepot gezielt als Ergänzung zu anderen Vorsorgeformen zu nutzen.
Wie kannst du deine Altersvorsorgedepots kombinieren?
Eine direkte Kombination mehrerer Altersvorsorgedepots ist nicht vorgesehen.
Du hast aber eine interessante Möglichkeit: Du darfst Beiträge für bis zu zwei Altersvorsorgeverträge leisten, sofern sie unterschiedlichen Produktkategorien angehören.
Das gibt dir mehr Spielraum bei der Gestaltung deiner Altersvorsorge.
Bestehende Riester-Verträge können grundsätzlich in das neue Fördersystem überführt werden.
Ein automatischer Wechsel in ein Altersvorsorgedepot erfolgt jedoch nicht.
Wie konsolidierst du deine Altersvorsorgedepots?
Da das Altersvorsorgedepot noch neu ist, gibt es aktuell keine Möglichkeit, mehrere Depots zusammenzulegen.
Du kannst aber verschiedene Vorsorgeformen sinnvoll kombinieren: Zwei Verträge sind zulässig, sofern sie unterschiedlichen Produktkategorien angehören.
Das Altersvorsorgedepot ist als Ergänzung zur betrieblichen Altersvorsorge gedacht, nicht als Ersatz.
Behalte die Entwicklungen im Auge.
Die Vorsorgelandschaft ist im Umbruch, und weitere Anpassungen sind möglich.
Könnte das Altersvorsorgedepot Deutschlands Aktienkultur ins Rollen bringen?
Deutschland hängt in Sachen Aktienkultur ziemlich hinterher. Nur 16 % von uns sind an der Börse aktiv, während es in den USA mehr als die Hälfte der Haushalte ist.
Aber warum ist das so?
1. Wir Deutschen lieben es sicher – oder zumindest denken wir das. Wir bevorzugen lieber Sparbuch und Tagesgeld, wo unser Geld langfristig von der Inflation aufgefressen wird.
2. Enttäuschungen wie die Riester-Rente haben viele von der privaten Vorsorge abgeschreckt.
Dabei ächzt unser Rentensystem unter dem demografischen Wandel. Private Vorsorge ist wichtiger denn je.
Und wir verpassen enormes Wachstumspotenzial, da Aktien langfristig fast immer besser abschneiden als andere Anlageformen.
Das Altersvorsorgedepot könnte der Game-Changer sein.
Mit staatlichem Rückenwind, Steuerzuckerl und Flexibilität könnte es eine echte Aktien-Revolution auslösen.
Und die Robo-Advisor? Die könnten das Ganze super effizient und günstig managen.
Klar, es gibt noch Hürden: Die deutsche Skepsis sitzt tief, Finanzwissen ist Mangelware und die Politik muss auch mitspielen.
Aber hey, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Das Altersvorsorgedepot ist unsere Chance, die deutsche Aktienkultur umzukrempeln. Millionen Deutsche könnten endlich vom langfristigen Aktienwachstum profitieren.
Robo Advisor: Wie du jetzt schon die Vorteile des Altersvorsorgedepots nutzen kannst
Das Altersvorsorgedepot klingt wirklich vielversprechend, oder?
Aber 2027 ist noch eine Weile hin.
Sollst du bis dahin einfach abwarten? Ganz sicher nicht!
Hier ist der Plan: Du kannst jetzt schon anfangen, deine finanzielle Zukunft zu gestalten.
Wie? Mit einem Robo Advisor.
Hier auf Geldanlage-digital haben wir den umfassenden Robo Advisor Vergleich Deutschlands mit echtem Geld und Live-Depots durchgeführt.
Das Ergebnis? Diese digitalen Vermögensverwalter sind echt beeindruckend!
Warum du lieber heute als morgen mit einem Robo Advisor starten solltest, statt in Einzelaktien zu investieren, teure Fonds zu kaufen oder – noch ungünstiger – gar nichts zu tun?
Hier die Gründe:
- Breite Streuung statt Klumpenrisiko: Robo Advisor verteilen dein Geld auf verschiedene Anlageklassen. Das klingt vielleicht nicht aufregend, ist aber verdammt clever.
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Also, worauf wartest du noch?
Starte jetzt mit einem Robo Advisor. Sammle Erfahrungen und lass dein Vermögen wachsen.
Wenn dann 2027 das Altersvorsorgedepot an den Start geht? Perfekt – du steigst um und nimmst die attraktiven Steuervorteile mit.
Deine Altersvorsorge gestaltet sich nicht von allein. Aber mit einem Robo Advisor machst du schon mal einen großen Schritt in die richtige Richtung.
Also, Ärmel hochkrempeln und loslegen.
Über den Autor
Michael Beutel ist Gründer von Geldanlage-digital und seit 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Als Dipl.-Volksw. / Dipl.-Kfm. sammelte er langjährige Erfahrungen im Finanzbereich und im Aufbau digitaler Geschäftsmodelle. Mit der Plattform Geldanlage-digital bringt er Transparenz in den Markt der digitalen Geldanlage und unterstützt Privatanleger dabei, den richtigen Robo Advisor zu finden.

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