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1.000 Euro monatlich anlegen: Die Profi-Strategie

Michael Beutel · 29. April 2026  ·   min

Du investierst 1.000 Euro im Monat. 650 Euro gehen in 6 verschiedene Aktien-Sparpläne, 200 Euro in zwei ETFs, 150 Euro landen auf einem Tagesgeld „als Puffer“.

Jeden Monat verbringst du 4 Stunden damit: Welche Aktie aufstocken, welche zurückfahren? Hat der Technologie-ETF den Gesundheits-ETF geschlagen? Soll der Sparplan auf Nvidia von 100 auf 150 Euro steigen?

Bei einem Stundensatz von 50 Euro im Job sind 4 Stunden Sparplan-Verwaltung 200 Euro wert. Pro Monat. Das sind 2.400 Euro im Jahr, die du in die Verwaltung deines eigenen Geldes steckst, statt es arbeiten zu lassen.

Kein Ingenieur würde ein System mit 12.000 Euro Jahresdurchsatz manuell betreiben. Ab einer gewissen Größe baut man nicht mehr von Hand. Man baut eine Maschine.

Im Job weißt du das. Da automatisierst du Prozesse, sobald der manuelle Aufwand die Kosten einer Lösung übersteigt. Bei deinen 1.000 Euro monatlich hast du diesen Punkt längst überschritten.

In diesem Artikel zeige ich dir die 4 Schritte, mit denen du aus 1.000 Euro monatlich ein System machst, das ohne deine ständige Aufmerksamkeit funktioniert. Von der manuellen Dauerbaustelle zur professionellen Kerndepot-Spieldepot-Strategie. Von 4 Stunden Verwaltung pro Monat zu 15 Minuten Kontrolle pro Quartal.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schulden zuerst tilgen: Zahle teure Kredite ab, bevor du investierst. Ein Dispo mit 10 % Zinsen frisst jede Anlagerendite auf.
  • Notgroschen sichern: Baue 2 bis 3 Monatsausgaben als Sicherheitsnetz auf, um Notverkäufe deiner Investments zu vermeiden.
  • Kurzfristige Ziele separat planen: Nutze für Ausgaben in 1 bis 5 Jahren sichere Zinskonten statt schwankungsanfälliger Aktienanlagen.
  • Kerndepot-Spieldepot nutzen: Investiere 900 Euro über einen Robo Advisor (Kerndepot) und 100 Euro über einen Online-Broker (Spieldepot). So bekommst du System und Spielraum, ohne 4 Stunden pro Monat zu verlieren.
  • Delegiere die Ausführung: Bei 1.000 Euro monatlich erreichst du schnell sechsstellige Depotvolumen. Ein System, das von Anfang an sauber läuft, macht den Unterschied.

Schritt 1: Erst Schulden tilgen, dann investieren

Bevor du mit dem Investieren beginnst, schaffe eine solide Basis.

Prüfe, ob du noch teure Kredite hast:

  • Dispokredit: 7 bis 17 % Zinsen
  • Kreditkarte: bis zu 24 % Zinsen
  • Konsumkredit: 6 bis 10 % Zinsen

Diese Kreditzinsen übersteigen jede sichere Anlagerendite. Bei 10 % Kreditzinsen sparst du durch Tilgung garantiert 10 %, steuerfrei.

Hast du einen Kredit von 2.000 Euro zu 10 % Zinsen, zahlst du jährlich 200 Euro an Zinsen. Tilgst du ihn, sparst du diese 200 Euro garantiert. Diese Rendite findest du sonst nirgendwo ohne Risiko.

Schritt 2: Baue einen Notgroschen auf

Ein finanzielles Polster schützt dich vor unerwarteten Ausgaben und verhindert, dass du deine Investments in ungünstigen Marktphasen auflösen musst.

Dein Notgroschen sollte:

  • 2 bis 3 Monatsausgaben umfassen
  • Auf einem jederzeit zugänglichen Zinskonto liegen
  • Als Sicherheitsnetz für unerwartete Ausgaben dienen

Mit 1.000 Euro monatlich kannst du diesen Notgroschen schnell aufbauen, bevor du mit dem langfristigen Investieren beginnst.

Parke ihn auf einem Tagesgeldkonto oder Zinskonto mit täglicher Verfügbarkeit. So bleibt dein Geld sicher und liquide, und du musst nie in einer schlechten Marktphase an dein Depot.

Schritt 3: Kurzfristige Ziele separat planen

Planst du größere Ausgaben in den nächsten 1 bis 5 Jahren?

Falls ja, solltest du einen Teil deiner 1.000 Euro monatlich dafür gesondert anlegen:

  • Für Ziele in 1 bis 5 Jahren: Tagesgeld oder Zinskonto
  • Für langfristige Ziele (5+ Jahre): Robo Advisor oder ETFs

Bei kurzfristigen Zielen könntest du gezwungen sein, deine Investments ausgerechnet dann zu verkaufen, wenn der Markt eingebrochen ist. Eine Hochzeit, ein neues Auto oder eine Anzahlung für eine Immobilie solltest du lieber mit einem sicheren Zinskonto planen.

Schritt 4: Die professionelle Anlagestrategie mit Kerndepot und Spieldepot

Wenn Schulden getilgt und Notgroschen vorhanden sind, können deine 1.000 Euro monatlich strategisch arbeiten.

Warum deine 6 Aktien-Sparpläne zum Zeitfresser werden

Du hast 6 Aktien-Sparpläne und 2 ETF-Sparpläne. 8 Positionen, die du monatlich beobachtest, bewertest, anpasst.

Bei 1.000 Euro monatlich stecken nach zwei Jahren rund 30.000 Euro im Depot (Einzahlung plus Rendite). Nach fünf Jahren über 70.000 Euro. Je größer das Depot, desto mehr Zeit frisst die Verwaltung.

Das Ingenieursprinzip bei der Geldanlage: Ab einer gewissen Größe baut kein Ingenieur mehr von Hand. Er baut eine Maschine, die den Prozess zuverlässig, skalierbar und ohne seine ständige Aufsicht erledigt. Bei 1.000 Euro im Monat ist dieser Punkt erreicht.

Dazu kommt dein spezifisches Problem: 6 Aktien-Sparpläne ohne übergreifende Logik. Keine definierte Allokation, kein Rebalancing-Protokoll, emotionale Bindung an einzelne Positionen. Eine Aktie macht vielleicht 25 % deines Depots aus, eine andere 5 %. Du weißt es vermutlich nicht einmal genau.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Als ich im Jahr 2000 mit dem Investieren anfing, hatte ich auch mehrere Positionen ohne System. Die Dotcom-Krise hat mir gezeigt: Manuelles Verwalten funktioniert genau so lange, bis der Markt dich testet.

Dann reagierst du emotional statt systematisch. Erst als ich die Ausführung an ein System delegiert habe, wurde mein Vermögensaufbau planbar.

Das Kerndepot-Spieldepot-Prinzip: deine optimale Strategie

Die Lösung für 1.000 Euro monatlich: Du teilst dein Budget in zwei Töpfe.

  • Kerndepot (900 Euro/Monat): Hier investierst du über einen Robo Advisor. Das ist dein solides Fundament für langfristigen Vermögensaufbau. Professionell verwaltet, breit gestreut, automatisiert. Du delegierst die Ausführung und gewinnst die 4 Stunden pro Monat zurück.
  • Spieldepot (100 Euro/Monat): Die restlichen 100 Euro investierst du über einen Online-Broker in Einzelaktien oder Themen-ETFs. Hier experimentierst du bewusst und lernst aktiv, statt planlos 6 Sparpläne zu verwalten.

Warum diese Aufteilung bei 1.000 Euro monatlich ideal ist

Nach 25 Jahren Börsenerfahrung sage ich dir: Die 90/10-Aufteilung ist für Anleger mit höherer Sparrate der beste Kompromiss zwischen System und Spielraum.

900 Euro im Kerndepot reichen für professionelle Vermögensverwaltung mit allen Vorteilen der Automatisierung. Mit 10.800 Euro Jahreseinlage erreichst du schnell Depotvolumen, die dich bei vielen Anbietern in günstigere Gebührenstaffeln bringen.

100 Euro im Spieldepot sind genug, um regelmäßig in Einzelaktien zu investieren und eigene Thesen zu testen. Ohne dass ein Fehler dein Gesamtvermögen gefährdet.

Dein aktuelles Setup ist im Grunde ein einziges großes Spieldepot: 8 Positionen, manuell verwaltet, emotional gesteuert. Die Kerndepot-Spieldepot-Strategie dreht das Verhältnis um und gibt dir die Architektur, die dir fehlt.

Kerndepot (900 Euro/Monat): warum ein Robo Advisor hier perfekt ist

Das Kerndepot bildet mit 90 % deiner Sparrate das Fundament deines Vermögensaufbaus.

Hier übernimmt ein Robo Advisor die komplette Arbeit:

  • Professionelle Vermögensverwaltung: Früher brauchtest du hohe sechsstellige Summen dafür. Heute bieten Robo Advisor diesen Service ab 25 Euro monatlich. Mit 900 Euro bist du hervorragend aufgestellt.
  • Automatische Portfolioerstellung: Der Robo Advisor bestimmt dein Risikoprofil und erstellt ein optimal diversifiziertes Portfolio aus Aktien- und Anleihen-ETFs.
  • Globale Streuung: Deine 900 Euro werden automatisch auf tausende Einzelwerte weltweit verteilt. Diese Diversifikation bekommst du mit 6 Aktien-Sparplänen nicht annähernd hin.
  • Automatisches Rebalancing: Wenn sich die Gewichtung durch Kursschwankungen verschiebt, passt der Robo Advisor dein Portfolio automatisch an, ohne dein Zutun.
  • Emotionsfreie Entscheidungen: Ein Robo Advisor verkauft nicht in Panik und kauft nicht in Euphorie. Er folgt der Strategie, egal was der Markt macht.
  • Wissenschaftlich fundierte Strategie: Die Depots sind global diversifiziert und an Marktlagen angepasst. Durchschnittliche Renditen von 6 bis 8 % pro Jahr sind historisch belegt (ohne Garantie, aber realistisch laut unserem Robo Advisor Performance Live-Test mit 25+ Strategien).
  • Transparente Gebühren: 0,5 bis 1 % jährlich. Mit 900 Euro monatlich (10.800 Euro pro Jahr) erreichst du schnell 50.000+ Euro Depotvolumen, was dich bei vielen Anbietern in günstigere Staffeln bringt.
  • Volle Flexibilität: Du kannst deine Sparrate jederzeit erhöhen, verringern oder pausieren, ohne Zusatzkosten.

Spieldepot (100 Euro/Monat): dein bewusster Spielraum

Das Spieldepot dient einem klaren Zweck: bewusstes Experimentieren statt planloser Verwaltung.

Hier investierst du über einen Online-Broker nach eigenen Überzeugungen:

  • Einzelaktien: In Unternehmen, deren Geschäftsmodell du verstehst und analysiert hast.
  • Themen-ETFs: Auf Zukunftsthemen wie KI, erneuerbare Energien oder Biotechnologie.
  • Branchen-Wetten: Teste deine Thesen zu bestimmten Branchen oder Regionen.

Der Unterschied zu deinem aktuellen Setup: Im Spieldepot weißt du, dass du experimentierst. Bei deinen 6 Aktien-Sparplänen hast du dir eingeredet, du hättest eine Strategie.

Warum nicht 100 % Robo Advisor oder 100 % selbst verwalten?

Du könntest auch anders vorgehen:

100 % Robo Advisor (volle 1.000 Euro)

  • Vorteile: Maximale Automatisierung, null Zeitaufwand, optimal diversifiziert.
  • Nachteile: Du lernst den Markt nicht aktiv kennen, keine eigenen Investmententscheidungen.
  • Geeignet für: Anleger, die null Zeit oder Interesse an aktivem Investieren haben.

100 % selbst verwalten (volle 1.000 Euro in ETFs/Aktien)

  • Vorteile: Volle Kontrolle, maximales Lernen, keine Robo-Advisor-Gebühren.
  • Nachteile: Hoher Zeitaufwand (4+ Stunden pro Monat), emotionale Fehlentscheidungen, manuelles Rebalancing.
  • Geeignet für: Erfahrene Anleger mit viel Zeit und Disziplin.

Kerndepot-Spieldepot (90/10)

  • Vorteile: 90 % professionell automatisiert, 10 % aktives Lernen, direkter Vergleich beider Ansätze.
  • Nachteile: Zwei Depots (aber minimal, da Kerndepot automatisch läuft).
  • Geeignet für: Anleger, die System und Spielraum kombinieren wollen, ohne 4 Stunden pro Monat zu verlieren.

Der entscheidende Lerneffekt: Vergleich in Echtzeit

Nach einigen Monaten machst du eine Erfahrung, die unbezahlbar ist.

Du vergleichst die Entwicklung deines automatisierten Kerndepots (900 Euro/Monat) mit deinen aktiven Entscheidungen im Spieldepot (100 Euro/Monat).

Was die meisten Anleger feststellen: Das automatisierte Kerndepot läuft stabiler und oft sogar besser als die aktiven Versuche im Spieldepot. Weil im Spieldepot Emotionen mitspielen: zu teuer kaufen, zu günstig verkaufen, Verlierer halten, Gewinner abstoßen.

Diese Erkenntnis ist der Moment, in dem du aufhörst, 4 Stunden pro Monat in die manuelle Verwaltung zu stecken. Nicht weil dir jemand das gesagt hat, sondern weil du es selbst am eigenen Portfolio gesehen hast.

Die praktische Umsetzung in 3 Schritten

Schritt 1: Robo Advisor für dein Kerndepot eröffnen

  • Wähle einen Anbieter aus unserem Robo Advisor Vergleich
  • Fülle den Risikofragebogen aus (5 bis 10 Minuten)
  • Richte einen Sparplan von 900 Euro monatlich ein
  • Wähle dein Risikoprofil (bei langfristigem Horizont: 70 bis 80 % Aktien)

Schritt 2: Online-Broker für dein Spieldepot eröffnen

  • Online-Broker mit niedrigen Gebühren
  • Richte einen Sparplan von 100 Euro ein oder kaufe manuell
  • Investiere in 3 bis 5 Positionen
  • Setze dir klare Regeln (z.B. maximal 20 % pro Position)

Schritt 3: Quartalsweise Performance vergleichen

  • Alle 3 Monate: Wie läuft Kerndepot vs. Spieldepot?
  • Lerne aus deinen Entscheidungen im Spieldepot
  • Halte im Kerndepot konsequent die Strategie durch

Was, wenn du schon ein Portfolio hast?

Viele Anleger mit 1.000 Euro Sparrate haben bereits ein bestehendes Portfolio. Dann kannst du die Strategie so umsetzen:

Analysiere dein bestehendes Portfolio: Wie viel steckt wo? Welche Positionen haben eine Logik, welche sind „aus dem Bauch“ entstanden?

Entscheide über die Aufteilung:

  • Option A: 90 % des Bestands zum Robo Advisor übertragen (Kerndepot), 10 % beim bisherigen Broker lassen (Spieldepot)
  • Option B: Bestand komplett lassen und nur die monatlichen 1.000 Euro nach 90/10 aufteilen

Richte die monatlichen Sparpläne ein: 900 Euro Kerndepot, 100 Euro Spieldepot.

Nach 12 Monaten prüfst du, ob die 90/10-Verteilung noch stimmt und justierst bei Bedarf.

Die 4 goldenen Regeln für deine monatliche Geldanlage

Regel #1: Keine Rendite ohne Risiko

Tagesgeld bringt 2 bis 4 % Zinsen. Für 6 bis 8 % Rendite brauchst du Aktien mit entsprechenden Kursschwankungen.

Im Kerndepot wählt der Robo Advisor das passende Risikoprofil für dich. Im Spieldepot kannst du mit 10 % deines Vermögens bewusst höhere Risiken eingehen, ohne dein Fundament zu gefährden.

Regel #2: Zeit ist dein bester Freund

Mit 1.000 Euro monatlich investierst du 12.000 Euro pro Jahr. Nach einigen Jahren profitierst du erheblich vom Zinseszins.

Selbst bei Börsenkorrekturen können Langfristanleger gelassen bleiben. Dein Kerndepot läuft automatisch weiter, im Spieldepot sammelst du Erfahrungen. Kein Grund, 4 Stunden pro Monat mit Umschichten zu verbringen.

Regel #3: Breite Streuung im Kerndepot, fokussierte Positionen im Spieldepot

Der Robo Advisor verteilt deine monatlichen 900 Euro automatisch auf tausende Werte weltweit. Maximale Diversifikation, minimales Klumpenrisiko.

Im Spieldepot darfst du fokussiert investieren: 3 bis 5 Positionen. Du lernst, was konzentrierte Investments bedeuten, ohne dein Hauptvermögen zu riskieren.

Regel 4: Kosten niedrig halten

Robo Advisor kosten 0,5 bis 1 % jährlich, ohne versteckte Aufschläge. Bei 900 Euro monatlich sind das maximal 10 bis 20 Euro pro Monat bei 20.000 Euro Depotvolumen. Neobroker bieten oft kostenlose oder sehr günstige Trades.

Zum Vergleich: Aktive Fonds berechnen oft bis zu 2 % Gebühren plus 3 bis 5 % Ausgabeaufschlag. Über 20 bis 30 Jahre summiert sich das zu enormen Beträgen. Dazu kommen die 2.400 Euro pro Jahr, die du in die manuelle Verwaltung deiner 6 Sparpläne steckst (bei 50 Euro Stundensatz).

1.000 Euro monatlich investieren: Welche Alternativen gibt es?

1.000 Euro monatlich in Festgeld anlegen: unpraktisch

Festgeld ist eher für Einmalbeträge geeignet und bietet wenig Flexibilität. Regelmäßig Festgeld zu besparen ist unpraktisch.

Bei 2 bis 4 % Zinsen verlierst du langfristig gegen die Inflation.

1.000 Euro monatlich nur in Einzelaktien: das Zeitproblem

Du könntest die vollen 1.000 Euro in Einzelaktien investieren. Aber du kennst das Problem: Hoher Zeitaufwand, emotionale Entscheidungen, kein systematisches Rebalancing.

Die Kerndepot-Spieldepot-Strategie löst das: 90 % laufen automatisch, 10 % bleiben für deine eigenen Überzeugungen.

1.000 Euro monatlich nur in aktive Fonds: hohe Kosten

Du zahlst oft hohe Ausgabeaufschläge (3 bis 5 %) und Verwaltungsgebühren (1,5 bis 2 % pro Jahr). Bei 1.000 Euro monatlich über 20 Jahre kostet dich das zehntausende Euro an Gebühren.

1.000 Euro monatlich nur in einen ETF-Sparplan: mehr Eigenverantwortung

ETFs sind grundsätzlich sinnvoll, aber du musst selbst entscheiden: Welche ETFs, welche Verteilung, wann rebalancieren, wie in Krisen reagieren?

Mit dem Kerndepot-Spieldepot-Prinzip wird die Hauptarbeit (900 Euro) automatisiert, und du hast trotzdem Spielraum (100 Euro).

1.000 Euro monatlich in Gold: keine laufenden Erträge

Gold wirft keine Erträge ab und hat Kauf- und Lagerkosten. Eine kleine Beimischung kann sinnvoll sein, aber das macht der Robo Advisor in deinem Kerndepot automatisch, wenn es zur Strategie passt.

1.000 Euro monatlich nur in Anleihen: niedrige Renditen

Einzelanleihen eignen sich kaum für monatliche Sparraten. Der Robo Advisor in deinem Kerndepot mischt automatisch Anleihen-ETFs ins Portfolio und justiert sie je nach Marktlage.

Häufige Fragen zur monatlichen Geldanlage

Solltest du warten, bis du noch mehr Geld hast?

Nein. Je früher du anfängst, desto länger kann dein Kapital wachsen. Mit 1.000 Euro monatlich erreichst du schnell ein Depotvolumen, das dich in günstigere Gebührenstaffeln bringt.

Sind 1.000 Euro monatlich zu viel?

Das hängt von deinem Einkommen ab. Wichtig ist, dass du dich mit der Sparrate wohlfühlst und deinen Lebensstandard nicht zu stark einschränkst. Du kannst auch bei 700−800 Euro beginnen und später steigern.

Was, wenn du kurzfristig Geld brauchst?

Für Anschaffungen in den nächsten 1−2 Jahren ist ein Tagesgeld- oder Zinskonto besser. Einen Robo Advisor solltest du für Geld nutzen, das du mindestens 5 Jahre entbehren kannst.

Wie bestimmst du deine Sparrate?

Rechne aus, was nach Fixkosten und Lebenshaltung übrig bleibt. 1.000 Euro ist eine solide Rate, aber übertreibe nicht. Du solltest deinen Plan langfristig durchhalten können.

Kannst du den Sparplan erhöhen?

Jederzeit. Bei Gehaltssprüngen kannst du auf 1.200 oder 1.500 Euro aufstocken. Das beschleunigt deinen Vermögensaufbau deutlich.

Was, wenn du Sonderzahlungen oder Boni bekommst?

Zusätzlich zu deinem 1.000-Euro-Sparplan kannst du Einmalbeträge in dein Kerndepot investieren. Damit erreichst du schneller hohe Summen, was oft zu Staffelrabatten bei Robo Advisors führt.

Wie behältst du die Steuern im Blick?

Ein Freistellungsauftrag befreit deine Kapitalerträge bis zu 1.000 Euro (bzw. 2.000 Euro für Paare) pro Jahr von der Abgeltungsteuer. Ein Robo Advisor kümmert sich automatisch um die steuerliche Abwicklung.

Wie sicher ist dein Geld bei einem Robo Advisor?

Dein Kapital ist Sondervermögen und damit vom Geschäftsvermögen des Anbieters getrennt. Selbst bei einer Insolvenz des Anbieters bleibt dein Geld geschützt.

Wie kontrollierst du deine Geldanlage?

Ein Blick pro Quartal reicht: Läuft alles wie geplant? Kannst du die Rate erhöhen? Dein Robo-Advisor-Dashboard zeigt dir jederzeit alle Werte.

Das sind 15 Minuten pro Quartal statt 4 Stunden pro Monat. Die eingesparte Zeit kannst du für Dinge nutzen, die dir wichtiger sind als Sparplan-Verwaltung.

Was mache ich mit meinen 6 Aktien-Sparplänen?

Das ist die zentrale Frage bei 1.000 Euro monatlich. Du hast drei Optionen:

Option 1: Stoppe alle 6 Aktien-Sparpläne und richte die volle 900/100-Aufteilung ein. Die bestehenden Positionen bleiben liegen oder werden schrittweise ins Kerndepot überführt. Der sauberste Schnitt.

Option 2: Reduziere auf 2 bis 3 Aktien-Sparpläne, die dir am wichtigsten sind (zusammen maximal 100 Euro), und leite die restlichen 900 Euro in den Robo Advisor. Ein Kompromiss zwischen Kontrolle und System.

Option 3: Verkaufe alle Einzelpositionen und investiere alles über die 900/100-Strategie. Emotional am schwersten, aber am effizientesten. Keine manuellen Sparpläne mehr, nur noch System plus bewusster Spielraum.

Die schlimmste Option: Weitermachen wie bisher. 6 Aktien-Sparpläne, 4 Stunden Verwaltung pro Monat, 2.400 Euro Opportunitätskosten pro Jahr. Das ist kein Vermögensaufbau, das ist ein zweiter Job.

Deine nächsten Schritte

So startest du mit der Kerndepot-Spieldepot-Strategie:

  1. Tilge teure Kredite, bevor du investierst
  2. Schaffe einen Notgroschen von 2−3 Monatsausgaben
  3. Separiere Geld für kurz- und mittelfristige Ziele
  4. Eröffne einen Robo Advisor für dein Kerndepot (900 Euro/Monat)
  5. Eröffne einen Online-Broker für dein Spieldepot (100 Euro/Monat)
  6. Starte beide Sparpläne und halte die Strategie durch

Mit 1.000 Euro monatlich erreichst du in wenigen Jahren sechsstellige Depotvolumen. Der Unterschied zu deinem jetzigen Setup: Das System arbeitet für dich, statt dass du für das System arbeitest.

Du würdest im Job nie einen Prozess mit 12.000 Euro Jahresdurchsatz manuell betreiben. Dein Vermögen verdient denselben Standard.

Wähle jetzt den passenden Robo Advisor und delegiere die Ausführung an ein System, das rund um die Uhr für dich arbeitet.

Michael Beutel beschäftigt sich seit über 26 Jahren mit den Kapitalmärkten. 2016 hat er GELDANLAGEdigital gegründet, seit 2020 investiert er eigenes Geld in derzeit 24 Robo Advisor Strategien. Die Ergebnisse veröffentlicht er jeden Monat. Als Diplom-Volkswirt und Diplom-Kaufmann verbindet er Finanzwissen mit dem, was die meisten Vergleichsportale nicht haben: echtes Geld im echten Markt. Mehr über Michael und die Plattform →

Echte Zahlen. Klare Gedanken.

Jeden Monat die echten Performance-Daten aus unseren Robo-Advisor-Depots. Dazu ein klarer Gedanke zu dem, was Anleger gerade wirklich beschäftigt.

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  • Verwaltetes Vermögen: 3,2 Mrd. €, über 100.000 Kunden
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