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Mit ETFs reich werden: Der langweiligste Weg zum Millionär

Autor: Michael Beutel  Update: 13. März 2026

Autor: Michael Beutel

Update: 13. März 2026

400 Euro im Monat.

34 Jahre.

1 Million Euro.

Das ist die Formel, um mit ETFs reich werden zu können.

Klingt langweilig?

Ist es auch.

Aber weißt du, was noch langweiliger ist?

Mit 67 Jahren zu arbeiten, weil du es nie geschafft hast, Vermögen aufzubauen. Obwohl du gut verdienst. Obwohl du die Bücher gelesen hast. Obwohl du es besser wissen müsstest.

Die schlechte Nachricht:

Mit ETFs reich werden dauert Jahrzehnte. Es gibt keine Abkürzung. Und dein größter Feind bist du selbst. Nicht deine Dummheit. Sondern dein Perfektionismus, deine Einzelaktien-Experimente und dein Glaube, es müsste komplizierter sein.

Die gute Nachricht:

Es funktioniert. Und es ist einfacher, als du denkst. Du brauchst kein perfektes Portfolio. Du brauchst ein System, das ohne dich läuft.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Warum die meisten nicht am Markt scheitern, sondern an sich selbst (und warum Einzelaktien dabei eine zentrale Rolle spielen)
  • Das Kerndepot-Spieldepot-System, das deine Emotionen kontrolliert und dein Vermögen auf Autopilot baut
  • Wie du in einem Abend ein System aufbaust, das automatisch für dich arbeitet, ohne dass du ständig ins Depot schauen musst

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit ETFs reich werden dauert 30−34 Jahre: Mit 400 Euro monatlich erreichst du über 1 Million Euro. Das klingt lang, aber der Zinseszins arbeitet automatisch für dich.
  • Dein größter Feind bist du selbst: Die meisten scheitern nicht am Markt, sondern an ihrer Psyche. Perfektionismus, Einzelaktien-Trades aus dem Bauch und ständiges Depot-Checking vernichten deine Rendite. Du brauchst ein System, das dich vor emotionalen Fehlern schützt.
  • Die 90/10-Regel ist entscheidend: Investiere 90 % in dein Kerndepot mit ETFs (am besten über einen Robo Advisor) und maximal 10 % ins Spieldepot. Deine Einzelaktien gehören ins Spieldepot, nicht ins Kerndepot. So kannst du experimentieren, ohne dein Vermögen zu gefährden.
  • Automatisierung schlägt Bauchgefühl: Richte einen monatlichen Sparplan ein und lass ihn laufen. Je weniger du handelst und ins Depot schaust, desto besser deine Rendite.
  • Im Crash durchhalten ist der Schlüssel: Wenn alle verkaufen, hältst du durch oder kaufst nach. Wer 2020 aus Panik verkaufte, verpasste die Erholung. Dein Sparplan kauft automatisch günstig nach.
  • Ein ETF reicht völlig aus: Ein MSCI World ETF investiert in über 1.500 Unternehmen weltweit. Mehr ETFs und zusätzliche Einzelaktien im Kerndepot bringen nicht mehr Rendite, sondern nur Chaos und Fehlentscheidungen.
  • Der Zinseszins explodiert erst nach Jahren: Nach 10 Jahren hast du mit 400 Euro monatlich etwa 77.000 Euro. Nach 34 Jahren über 1 Million Euro, davon 908.000 Euro reiner Gewinn. Die letzten Jahre bringen das meiste, deshalb nie vorzeitig aufgeben.

Was "reich werden mit ETFs" wirklich bedeutet

Reich werden mit ETFs heißt nicht, in drei Jahren Millionär zu sein. Es heißt, systematisch Vermögen aufzubauen, ohne dein Leben danach ausrichten zu müssen.

Vergiss die YouTube-Videos von 22-Jährigen, die dir zeigen, wie sie mit Krypto in zwei Jahren reich wurden.

Das ist nicht wiederholbar. Das ist Glück. Oder gelogen.

ETFs sind das Gegenteil von schnellem Reichtum. Sie sind der langweiligste, vorhersehbarste und zuverlässigste Weg, Vermögen aufzubauen.

Genau das macht sie so wertvoll.

Was heißt reich?

Für die meisten bedeutet es finanzielle Unabhängigkeit. Genug Geld, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Oder zumindest die Freiheit zu haben, selbst zu entscheiden. Ins Büro gehen, weil du willst, nicht weil du musst. Dem Chef "Nein" sagen können, ohne zu schwitzen. Eine Million Euro ist dabei oft die magische Grenze.

Mit ETFs kommst du dahin. Aber du musst drei Dinge akzeptieren:

  1. Es dauert Jahrzehnte, nicht Jahre
  2. Es gibt keine Abkürzung
  3. Dein größter Feind bist du selbst

Der letzte Punkt ist entscheidend. Die meisten scheitern nicht am Markt. Sie scheitern an sich selbst. Nicht an Dummheit. Sondern an Perfektionismus, Einzelaktien-Experimenten und dem Glauben, es müsste komplizierter sein als es ist.

Warum die meisten beim Vermögensaufbau scheitern

Die Theorie ist einfach. Die Praxis ist brutal. Denn zwischen dir und deinem Vermögen steht ein unberechenbarer Gegner: deine Psyche.

Ich habe es selbst erlebt. Im Jahr 2000 dachte ich, ich hätte das System geknackt. Technologie-Aktien stiegen jeden Tag. Ich kaufte mehr. Auf Kredit. Dann kam der Crash.

Innerhalb weniger Monate waren 80 Prozent weg.

Der Fehler war nicht die Börse. Der Fehler war ich. Gier in der Euphorie. Panik im Crash. Kein Plan. Keine Disziplin.

Das passiert Millionen Anlegern. Sie kaufen ETFs. Sie haben einen Plan.

Aber dann: Die Kurse steigen. Sie denken: "Warum nur 400 Euro? Ich könnte mehr investieren." Sie erhöhen den Sparplan. Oder kaufen zusätzlich Tech-Aktien. Weil die gerade besonders gut laufen.

Die Kurse fallen. Sie denken: "Es wird noch schlimmer. Ich sollte verkaufen." Sie stoppen den Sparplan. Oder verkaufen alles. Aus Angst.

Beides ist falsch. Aber es fühlt sich richtig an. Genau das ist das Problem.

Die häufigsten Fehler beim Vermögensaufbau

Zu viel handeln. Jeder Trade kostet Geld. Und Zeit. Und Nerven. Wer ständig kauft und verkauft, vernichtet Rendite. Studien zeigen: Die besten Depot-Renditen haben verstorbene Anleger. Weil sie nichts mehr ändern konnten.

Im falschen Moment verkaufen. März 2020. Corona-Crash. Der MSCI World fällt um 30 Prozent. Millionen Anleger verkaufen aus Panik. Ein Jahr später ist alles wieder auf Allzeithoch. Wer gehalten hat, ist im Plus. Wer verkauft hat, sitzt draußen.

Zu kompliziert denken. Manche kaufen 10, 15, 20 verschiedene ETFs. Small Caps. Emerging Markets. Sektoren-ETFs. Dazu noch ein paar Einzelaktien, weil "nur ETFs" sich zu einfach anfühlt. Das bringt keine bessere Rendite. Nur mehr Arbeit. Und mehr Verwirrung.

Keinen Plan haben. Ohne klare Regeln entscheidest du emotional. Im Boom kaufst du zu viel. Im Crash verkaufst du zu früh. Du brauchst ein System, das für dich entscheidet.

Ständiges Umschichten. Die Technologie-ETFs laufen gut? Also raus aus World, rein in Tech. Drei Monate später das Gegenteil. Jedes Umschichten kostet Geld. Und vernichtet Rendite. Die Börsenweisheit stimmt: Hin und her macht Taschen leer.

Kein Sparplan. Viele warten auf den perfekten Einstiegszeitpunkt. Den gibt es nicht. Wer monatlich investiert, kauft automatisch billig im Crash und teuer im Boom. Das glättet die Schwankungen. Und nimmt dir die Timing-Entscheidung ab.

Die Grenzen verwischen. Das Spieldepot mit den Einzelaktien läuft gut? Also mehr Geld rein. Aus 10 Prozent werden 20. Dann 30. Dann ist die Disziplin weg. Und das Kerndepot gefährdet. Die Trennung muss hart bleiben. Immer.

Das eigentliche Problem liegt tiefer. Du machst diese Fehler nicht aus Dummheit. Du machst sie, weil du kein System hast, das dich vor dir selbst schützt. Du hast ein Sammelsurium statt einer Strategie: hier ein ETF, da drei Einzelaktien aus 2021, dort eine Position, bei der du nicht mehr weißt, warum du sie gekauft hast. Das fühlt sich nach "aktivem Investieren" an. In Wahrheit ist es Portfolio-Chaos ohne Exit-Plan.

Nach 25 Jahren an der Börse weiß ich: Das größte Risiko ist nicht der Markt. Das größte Risiko sind deine Emotionen. Und dein Perfektionismus, der dich glauben lässt, du müsstest alles selbst kontrollieren.

Wenn du die nicht kontrollierst, verlierst du.

Warum ETFs ein kluger Weg zum Vermögensaufbau sind

ETFs kombinieren drei entscheidende Vorteile:

  1. breite Streuung,
  2. minimale Kosten und
  3. maximale Einfachheit.

Ein ETF auf den MSCI World investiert in über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern.

Apple, Microsoft, Nestle, LVMH. Alle großen Namen. Mit einem einzigen Wertpapier bist du global diversifiziert.

Das ist der erste große Vorteil. Du brauchst kein Börsenwissen, um die richtigen Aktien auszuwählen. Du kaufst einfach alle. Die Gewinner gleichen die Verlierer aus. Die Weltwirtschaft wächst langfristig. Du profitierst automatisch davon. Während du Stunden damit verbringen kannst, einzelne Aktien zu analysieren, investiert ein ETF automatisch in über 1.500 Unternehmen. Ohne dass du eine einzige Bilanz lesen musst.

Der zweite Vorteil sind die Kosten. Ein guter ETF kostet 0,2 Prozent pro Jahr. Ein aktiv gemanagter Fonds kostet 2 Prozent oder mehr. Klingt nach wenig Unterschied. Ist es aber nicht.

Bei 100.000 Euro sind das 200 Euro pro Jahr beim ETF. Und 2.000 Euro beim Fonds. Über 30 Jahre summiert sich das auf Zehntausende Euro. Geld, das dir fehlt.

Der dritte Vorteil ist die Einfachheit. Du musst keine Bilanzen lesen. Keine Quartalszahlen analysieren. Keine Markttrends vorhersagen. Du kaufst monatlich deinen ETF. Fertig.

Das klingt fast zu einfach? Genau da liegt die Falle. Viele glauben, eine gute Strategie müsste komplizierter sein. Also kaufen sie zusätzlich Einzelaktien, wechseln zwischen Sektoren-ETFs hin und her und verbringen Stunden mit Recherche. Am Ende performen sie schlechter als der eine ETF, den sie einfach hätten laufen lassen können.

Diese drei Vorteile machen ETFs zur besten Wahl für Privatanleger. Das sagen nicht nur ich. Das sagen auch Warren Buffett, Jack Bogle und alle ernstzunehmenden Finanzexperten.

Die Mathematik hinter dem Reichtum: Zinseszins und Zeit

Der Zinseszinseffekt ist die stärkste Kraft beim Geld anlegen. Aber er braucht Zeit, um zu wirken.

Schauen wir uns die Zahlen konkret an. Du sparst 400 Euro monatlich in einen ETF. Bei 9 Prozent durchschnittlicher Rendite pro Jahr.

  • 5 Jahre: 30.170 € (davon 24.000 € eingezahlt, 6.170 € Gewinn)
  • 10 Jahre: 77.406 € (davon 48.000 € eingezahlt, 29.406 € Gewinn)
  • 20 Jahre: 267.155 € (davon 96.000 € eingezahlt, 171.155 € Gewinn)
  • 30 Jahre: 732.297 € (davon 144.000 € eingezahlt, 588.297 € Gewinn)
  • 34 Jahre: 1.071.223 € (davon 163.200 € eingezahlt, 908.023 € Gewinn)

Siehst du das Muster?

In den ersten Jahren passiert wenig. Der Gewinn ist kleiner als deine Einzahlungen. Frustrierend.

Aber ab Jahr 15 dreht sich das Verhältnis. Plötzlich sind die Gewinne größer als deine Einzahlungen.

Der Zinseszins übernimmt. Dein Geld vermehrt sich von selbst.

Das ist die Magie. Aber sie braucht Zeit. Wer nach fünf Jahren aufhört, verpasst die besten Jahre. Die meisten geben aber genau dann auf. Weil sie den Durchbruch nicht sehen.

Die Mathematik funktioniert. Aber nur, wenn du das System laufen lässt. Jeder manuelle Eingriff, jeder Einzelaktien-Trade aus dem Bauch heraus, jedes "ich warte auf den besseren Zeitpunkt" unterbricht den Zinseszins.

Die Rendite von 9 Prozent ist realistisch. Der MSCI World hat seit 1975 im Durchschnitt 9 Prozent pro Jahr gemacht. Mit Schwankungen. Mal 30 Prozent Plus. Mal 40 Prozent Minus. Aber langfristig immer wieder nach oben.

Diese Schwankungen sind normal. Sie gehören dazu. Wer sie aushält, wird belohnt. Wer in der Krise verkauft, verliert.

Das System: Kerndepot und Spieldepot

Wie kontrollierst du deine Emotionen?

Indem du dein Geld in zwei Welten aufteilst.

90 Prozent ins Kerndepot. 10 Prozent ins Spieldepot.

Diese Trennung ist kein Kompromiss. Sie ist ein System.

Das Problem mit dem Vermögensaufbau ist nicht der Markt. Das Problem ist dein Kopf. Du willst rational investieren. Aber dein Gehirn sabotiert dich.

Ein Teil von dir will Sicherheit. Langfristig denken. Breit streuen. Automatisch investieren, ohne jeden Monat neue Entscheidungen treffen zu müssen.

Der andere Teil will Action. Einzelaktien. Schnelle Gewinne. Die nächste Apple finden, bevor sie explodiert.

Beide Teile sind legitim. Aber sie dürfen sich nicht vermischen. Sonst gewinnst du nicht. Du verlierst.

Die Lösung ist simpel: Trenne beides physisch. Zwei Depots. Zwei Strategien. Zwei völlig unterschiedliche Ansätze.

Das Kerndepot ist dein Autopilot. Hier läuft alles automatisch. Ein Robo Advisor oder ETF-Sparplan übernimmt die Arbeit. Breit gestreut. Kosteneffizient. Regelbasiert. Du musst dich um nichts kümmern. Kein tägliches Checken der Kurse. Kein Rebalancing von Hand. Kein emotionales Handeln.

Das Spieldepot ist dein Ventil. Hier kommen deine Einzelaktien hin. Hier darfst du experimentieren. Themen-ETFs testen. Branchen-Wetten eingehen. Aber mit klaren Regeln: Maximal 10 Prozent deines Vermögens. Und mit der Erwartung, dass du hier wahrscheinlich nicht besser abschneidest als im Kerndepot.

Stell dir das Kerndepot wie den Autopilot eines Flugzeugs vor. Er fliegt geradeaus, während du die Hände vom Steuer nimmst. Das Spieldepot ist das Cockpit-Fenster: Du darfst rausschauen und die Aussicht genießen. Aber du drehst nicht am Steuer.

Diese Trennung hat mein Leben verändert. Nach 25 Jahren Trial-and-Error habe ich verstanden:

Ich brauche beides. Aber getrennt.

Das Kerndepot: Warum ein Robo Advisor die bessere Wahl ist

Ein Robo Advisor schlägt die meisten Privatanleger. Nicht wegen besserer ETFs. Sondern wegen besserer Disziplin.

Du kannst dein Kerndepot selbst aufbauen. Ein MSCI World ETF. Vielleicht noch ein Schwellenländer-ETF dazu. Fertig. Klingt einfach. Ist es aber nicht.

Das Problem: Du bist dein eigener Feind. Im Crash 2020 sind die Märkte um 30 Prozent gefallen.

Wer hat durchgehalten? Die wenigsten. Wer hat nachgekauft? Noch weniger. Die meisten haben verkauft. Aus Angst. Aus Panik. Aus dem Bauch heraus.

Ein Robo Advisor hat keinen Bauch. Er hält die Strategie durch. Er kauft im Crash automatisch nach. Er hält deine Aktienquote konstant. Er nimmt dir die emotionalen Entscheidungen ab.

Genau das macht den Unterschied.

Die Zahlen sprechen für sich:

  • Gebühren zwischen 0,3 und 1,4 Prozent pro Jahr (klassische Banken verlangen oft 2 bis 3 Prozent)
  • Automatisches Rebalancing ohne dein Zutun
  • Keine Interessenkonflikte durch provisionsgetriebene Produkte
  • Jederzeit volle Transparenz und Kontrolle via App

Ich teste seit 2016 Robo Advisors mit echtem Geld. Was ich gelernt habe: Die Performance-Unterschiede sind minimal. Aber die Disziplin ist maximal.

Ein guter Robo Advisor zwingt dich, bei deiner Strategie zu bleiben. Das ist Gold wert.

Der größte Vorteil: Du kannst nicht ständig reinpfuschen. Die App zeigt dir dein Depot. Aber du kaufst und verkaufst nicht täglich. Diese Hürde schützt dich vor Overtrading. Vor Impulskäufen. Vor teuren Fehlentscheidungen.

Denk mal darüber nach: Im Job delegierst du komplexe Systeme an Teams und Tools. Du baust Prozesse, damit sie ohne dich laufen. Bei deinen Finanzen versuchst du alles manuell zu kontrollieren. Der Robo Advisor übernimmt die Exekution. Du behältst die strategische Entscheidung: Risikoprofil, Sparrate, Zeithorizont. Das ist keine Kapitulation. Das ist, wie ein System funktionieren sollte.

Das Spieldepot: Lernen statt zocken

Das Spieldepot ist kein Kasinobesuch. Es ist dein Labor. Hier testest du Hypothesen. Nicht Glück.

Viele Anleger glauben, sie können den Markt schlagen. Mit Einzelaktien. Mit Timing. Mit der heißen Aktie aus dem Reddit-Forum.

Die Wahrheit: Über 90 Prozent der aktiven Fondsmanager scheitern langfristig daran. Aber der Drang bleibt.

Genau dafür ist das Spieldepot da. Maximal 10 Prozent deines Vermögens. Mit klaren Regeln:

  • Jeder Trade braucht eine Hypothese (nicht nur ein Bauchgefühl)
  • Feste Positionsgrößen einhalten
  • Keine Erhöhung der Quote in Euphorie-Phasen
  • Verluste gehören dazu und sind Lehrgeld

Hier ist der Ort für deine Einzelaktien. Nicht im Kerndepot. Nicht als Kernstrategie. Sondern als bewusstes Experiment mit klarem Rahmen. Jede Aktie, die du kaufst, braucht eine Hypothese und eine Exit-Regel. Ohne beides: Finger weg.

Warum ein Neobroker für's Spieldepot?

Weil du hier Flexibilität brauchst. Schnelle Orders. Bruchstücke kaufen. Einzelaktien und Themen-ETFs mischen. Und das alles ohne hohe Gebühren.

Die Vorteile eines Neo-Brokers:

  • Keine oder minimale Ordergebühren
  • Intuitive Apps für schnelle Trades
  • Sparpläne schon ab wenigen Euro
  • Zugriff auf Tausende Wertpapiere

Ich nutze mein Spieldepot bewusst als Lernwerkzeug. Wenn ich eine Branche spannend finde, kaufe ich eine kleine Position.

Nicht, um reich zu werden. Sondern um die Mechanismen zu verstehen. Wie reagiert die Aktie auf Quartalszahlen? Wie verhält sich die Branche in Krisen? Was treibt die Bewertung?

Diese Lernkurve ist unbezahlbar. Aber sie darf nicht dein Kerndepot gefährden. Deswegen die harte 10-Prozent-Regel.

So startest du – Decision-Free in 4 Schritten

Der Start ist einfacher als gedacht. Du brauchst zwei Depots. Einen Abend. Und die Bereitschaft, danach loszulassen.

Schritt 1: Die letzte Entscheidung, die du selbst triffst

Such dir einen Robo Advisor, der zu dir passt. Achte auf niedrige Gebühren. Breite Streuung. Und eine klare Strategie.

Richte einen monatlichen Sparplan ein. Automatisch. Nicht optional.

Die Höhe? So viel, wie du langfristig durchhalten kannst. Lieber 200 Euro konstant als 500 Euro drei Monate und dann nichts mehr.

Konstanz schlägt Höhe.

Das ist die einzige Entscheidung, die Nachdenken verdient. Alles danach läuft auf Autopilot.

Schritt 2: Die Automatisierung

Richte einen Dauerauftrag ein, der am Tag nach deinem Gehaltseingang das Geld auf dein Verrechnungskonto überweist. Von dort greift der Sparplan automatisch. Zero-Maintenance. Du musst nichts mehr tun.

Schritt 3: Das Ventil

Wähle einen Neobroker mit günstigen Konditionen. Überweise maximal 10 Prozent deines investierten Vermögens.

Nicht mehr. Auch wenn es gut läuft.

Hier kommen deine Einzelaktien hin. Schreib dir auf, wann du kaufst. Und wann du verkaufst. Halte dich daran.

Schritt 4: Die Befreiung

Schau nicht täglich ins Depot. Einmal im Quartal reicht.

Je weniger du guckst, desto weniger bist du versucht zu handeln.

Vor allem in Krisen. Wenn alle verkaufen, hältst du. Oder kaufst nach.

Das ist der Moment, der über Erfolg oder Scheitern entscheidet.

Dein Sparplan kauft im Crash automatisch günstig nach. Du musst dafür keinen Finger rühren. Das ist der Punkt: Das System arbeitet, auch wenn du gerade keine Energie dafür hast. Dein Decision Capital bleibt für die Dinge, die wirklich zählen.

Wie lange dauert es wirklich, reich zu werden?

Reich werden mit ETFs ist kein Sprint. Es ist ein Marathon. Aber einer mit garantiertem Ziel.

Die Zahlen aus dem MSCI World sind realistisch. Mit 400 Euro im Monat sind es 34 Jahre. Mit 1.000 Euro sind es 24 Jahre. Das klingt lang. Ist es aber nicht.

Warum?

Weil der Zinseszins für dich arbeitet. In den ersten Jahren passiert wenig.

  • Nach 10 Jahren mit 400 Euro hast du rund 73.000 Euro. Klingt okay.
  • Nach 20 Jahren sind es schon 267.000 Euro.
  • Und nach 30 Jahren über 730.000 Euro.

Die letzten Jahre explodieren förmlich.

Das Problem: Die meisten geben vorher auf.

Nach fünf Jahren sehen sie keinen großen Fortschritt. Also hören sie auf. Oder ändern die Strategie. Oder fangen an zu zocken. Genau das ist der Fehler.

Die Zahlen funktionieren. Aber nur, wenn der Autopilot an bleibt. Jedes Mal, wenn du den Sparplan stoppst, weil du "auf einen besseren Einstieg wartest" oder dein Geld lieber in eine Einzelaktie steckst, die gerade gehypt wird, setzt du den Zinseszins auf Pause.

Mein Rat aus 25 Jahren Börsenerfahrung: Bleib stur. Auch wenn es sich langsam anfühlt. Auch wenn Freunde dir von ihrer Krypto-Rakete erzählen. Auch wenn du denkst, du verpasst etwas.

Du verpasst nichts. Du baust Vermögen auf. Systematisch. Emotionslos. Erfolgreich.

Die Wahrheit über das Reich werden mit ETFs

Reich werden mit ETFs funktioniert. Aber es ist kein Geheimrezept. Es ist ein System.

Was brauchst du?

  • Ein Kerndepot mit 90 Prozent deines Geldes (am besten über Robo Advisor)
  • Ein Spieldepot mit maximal 10 Prozent (über Neo-Broker)
  • Einen monatlichen Sparplan, der automatisch läuft
  • Eiserne Disziplin, die Grenzen nicht zu verwischen
  • Durchhaltevermögen, vor allem in Krisen

Was brauchst du nicht?

  • Tägliches Börsenwissen
  • Perfektes Timing
  • 15 verschiedene ETFs
  • Ständiges Umschichten
  • Einzelaktien im Kerndepot

Die größte Hürde ist nicht der Markt. Die größte Hürde bist du selbst. Deine Ungeduld. Deine Angst. Deine Gier.

Ein gutes System mit Kerndepot und Spieldepot schützt dich vor dir selbst.

Ich habe 25 Jahre gebraucht, um das zu lernen. Nach 80 Prozent Verlust in der Dotcom-Krise. Nach unzähligen Fehlern mit Hebelprodukten. Nach Jahren des Ausprobierens.

Heute weiß ich: Der langweiligste Weg ist der erfolgreichste.

Kerndepot auf Autopilot. Einzelaktien nur ins Spieldepot. Automatisch besparen. Laufen lassen.

Du brauchst kein Glück. Du brauchst ein System. Und die Disziplin, den Autopilot nicht auszuschalten.

Die Frage ist nicht, ob es funktioniert. Die Frage ist, ob du loslässt.

Michael Beutel


Ich bin Michael, Dipl.-Vw. / Dipl.-Kfm. und seit 26 Jahren an den Kapitalmärkten aktiv. Ich kenne das: Du recherchierst, vergleichst, aber die Entscheidung bleibt oft liegen. Deshalb habe ich 2016 GELDANLAGEdigital gestartet. Statt Anbieter-Daten abzuschreiben, investieren wir eigenes Kapital. Damit du dich auf echte Zahlen verlassen kannst, statt selbst alle Anbieter durchzutesten.

Mehr über mich und die Plattform →


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