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Interview mit Dr. Harald Brock von investify

Die Köpfe der Robo Advisor Branche

Autor: Michael Beutel  Update: 15. Juni 2022

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Dr. Harald Brock, Geschäftsführer von investify

Jede Geschichte hat ihren Ursprung. Was hat dich dazu bewogen, dich hauptberuflich mit Robo Advisor auseinanderzusetzen?

Harald Brock: Ursprünglich komme ich aus der Sparkassenfamilie, also einem eher trägen und in Teilen wenig agilen Sektor. Spätestens nach meiner Promotion zum Thema „Shared Value im Geschäftsmodell von Finanzdienstleistern“ war mir klar, dass Unternehmen ihre Geschäftsmodelle konsequent neu denken und persodigital ausbauen müssen: persönlich, personalisiert und digital! Diese Strategie verfolgen wir auch bei investify – wobei wir mittlerweile weit mehr sind als ein Robo Advisor. Wir verfügen mittlerweile über eine Reihe von Kooperationspartnern, die dank unserer Expertise den eigenen Wertpapiervertrieb stärken und weitestgehend auf Belastungen durch Backoffice und Regulatorik verzichten konnten.

Was ist denn an deinem Beruf das Schönste? Was gefällt dir am besten?

Harald Brock: Man sieht jeden Tag, wie sich B2B-Kooperationspartner und unsere Plattform weiterentwickeln. Sowohl Kundenzahl als auch AuM wachsen stetig und wir führen spannende Gespräche mit tollen Menschen, die das Ziel haben, das Thema Geldanlage in der Mitte der Gesellschaft zu platzieren.

Was war für dich auf der Reise bis jetzt ein positives Highlight und was ein Rückschlag?

Harald Brock: Bereits vor meiner Zeit bei investify wurde entschieden, die Testphase mit der Hamburger Sparkasse nicht zu verlängern – hier ist leider keine langfristige Partnerschaft entstanden. Vielleicht war aber genau dieser Punkt die Initialzündung für viele erfolgreiche Kooperationen. Wir arbeiten mit Triodos, der größten Nachhaltigkeitsbank Europas zusammen und konnten auch mit der Bank für Sozialwirtschaft und der Pax-Bank wichtige Erfahrungen in diesem Segment sammeln. Zudem vertrauen auch das Internationale Bankhaus Bodensee, Sopra Financial Technology oder die Vermögensverwalter Maiestas, ICM InvestmentBank und Valexx auf unsere Plattform, die wir stetig weiterentwickeln. Mittlerweile kommt fast jeden Monat ein neuer Partner auf unsere Plattform.

Was sind die Dinge, die dich motivieren und inspirieren?

Harald Brock: Meine Motivation ist es, Dinge voranzubringen. Bei investify habe ich ein optimales Umfeld, um Kunden und Partnern maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Das Thema Geldanlage muss in Zeiten von Niedrigzinsen und hoher Inflation jeden interessieren – je einfacher und kundenfreundlicher die Lösungen sind, desto mehr Menschen können wir zu einer beruhigten finanziellen Zukunft verhelfen.

Wie bildest du dich weiter?

Harald Brock: Ich bin in der Branche stark vernetzt und führe viele interessante Diskussionen und Gespräche. Somit bin ich nahe dran an Herausforderungen wie Digitalisierung von Prozessen und Regulatorik, denen sich die Finanzbranche aktuell stellen muss.

Verrate uns keine finanziellen Details, aber wie legst du selbst Geld an?

Harald Brock: Ich komme direkt aus der Zielgruppe von investify – ich habe ein großes Interesse am Investieren, habe aber schlicht nicht die Zeit, um mein Depot dauerhaft zu prüfen und so anzupassen, dass die Gewichtung meinem Risikoappetit und meiner Risikotragfähigkeit entspricht. Und selbst wer Zeit hat, benötigt das Wissen: wenn Zeit, Wissen oder beides nicht vorhanden ist, sollte man sich professionelle Unterstützung suchen. Deshalb lege auch ich das Geld bei investify an. Zudem beteilige ich mich als Investor an spannenden Unternehmen. Entscheidend ist für mich ein guter Mix, der das Risiko abfedert.

Harald Brock

-Geschäftsführer, investify-

Themen wie Niedrigzinsen und hohe Inflation werden dazu führen, dass sich alle, die etwas aus ihrem Geld machen möchten, mit Alternativen zu Sparbuch und Tages- oder Festgeldkonto beschäftigen müssen.

Was ist euer Erfolgsrezept für den Kunden?

Harald Brock: Bei investify bekommen Anleger ein Portfolio, das zu ihren Risikoeinstellungen und Erfahrungen passt. Man wird aber nicht in einer Schublade einsortiert, sondern kann sein Depot optional mit mehr als 20 Anlagethemen wie Robotik, Blockchain oder Zukunftsenergie individualisieren.

Wo siehst du die größten Herausforderungen in der Digitalisierung der Geldanlage?

Harald Brock: Nicht zuletzt durch die Coronapandemie haben viele Finanzdienstleister einige Schritte in die richtige Richtung gemacht. Die Kernfrage von Banken, Versicherern oder Vermögensverwaltern ist ja: make or buy. Sprich, baue ich die Lösung selbst oder kaufe sie ein. Wir nehmen in der Branche wahr, dass selbst große Player erkannt haben, dass es effizienter und auch günstiger sein kann, sich externe Unterstützung mit ins Boot zu nehmen, um den bestmöglichen Erfolg zu haben.

Wie sieht deiner Meinung nach die Zukunft des Robo Advisor Marktes aus?

Harald Brock: Zu Beginn waren die Erwartungen immens, wenn nicht sogar überzogen. Aus diesem Grund gab es Stimmen, dass das Thema Digitale Vermögensverwaltung dem Hype nicht standhalten konnte. Aktuelle Studien zeigen aber, dass der Markt weiter wachsen wird und sich vor allem jüngere Anleger einen Robo Advisor für die Geldanlage sehr gut vorstellen können.

Wie kann es gelingen, mehr Menschen in Deutschland auf Robo Advisor aufmerksam zu machen?

Harald Brock: Das Interesse an der Geldanlage ist definitiv vorhanden, wobei die aktuelle Unsicherheit an den Märkten den ein oder anderen zweifeln lässt. Themen wie Niedrigzinsen und hohe Inflation werden dazu führen, dass sich alle, die etwas aus ihrem Geld machen möchten, mit Alternativen zu Sparbuch und Tages- oder Festgeldkonto beschäftigen müssen. All diejenigen, die das nicht tun, verlieren jeden Tag Geld, das sie sich hart erarbeitet haben – auch hier wird die Schere auseinander gehen. Alle Robo-Advisor müssen daran arbeiten, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Dazu gehören einfache und verständliche Produkte und die Datensicherheit.

Vielen Dank für dieses Interview und deine Zeit. Was möchtest du unseren Lesern zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?

Harald Brock: Kümmert euch um eure Finanzen. Wenn ihr Unterstützung benötigt, sucht euch professionelle Hilfe. Untätigkeit aus Unwissenheit oder Faulheit wird dazu führen, dass euer Geld fortlaufen entwertet wird und ihr euch immer weniger leisten könnt. John D. Rockefeller wird folgendes Zitat nachgesagt: „Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“ Investieren ist heute nicht mehr kompliziert und zeitaufwendig – also los geht’s!

Der Interviewer

Michael Beutel ist Gründer von Geldanlage-digital und seit über 20 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Als Dipl.-Volksw. / Dipl.-Kfm. sammelte er langjährige Erfahrungen im Finanzbereich und im Aufbau digitaler Geschäftsmodelle. Mit der Plattform Geldanlage-digital bringt er Transparenz in den Markt der digitalen Geldanlage und unterstützt Privatanleger dabei, den richtigen Robo Advisor zu finden.

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