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200.000 Euro anlegen: Wann Selbermachen nicht mehr skaliert

Michael Beutel · 28. April 2026  ·   min

Du hast 200.000 Euro zusammengespart. Über Jahre hinweg, durch hohes Gehalt und Disziplin.

Und jetzt blickst du auf dein Depot und erkennst ein Problem. 8 bis 12 Einzelaktien, die du über deine Karriere gekauft hast, weil jede einzelne damals sinnvoll erschien.

Ein ETF-Sparplan, der seit zwei Jahren regelmäßig 300 Euro monatlich investiert. Dazu 50.000 Euro auf dem Tagesgeld, weil du nicht sicher warst, wo es sonst hin sollte.

Jede Entscheidung hatte damals ihren Grund. Zusammen ergeben sie aber keine Strategie. Sie sind technische Schulden.

Bei 50.000 Euro war das noch tolerierbar. Einmal pro Quartal ins Depot schauen und „naja, es läuft“ denken.

Bei 200.000 Euro wird das teuer. Manche Aktien sind längst zu Gewinnern geworden, andere zu Verlierern. Dein Risiko ist völlig unbalanciert.

Du weißt nicht wirklich, wie viel Prozent in Aktien stecken und wie viel in sicheren Anlagen. Rebalancing? Steueroptimierung? Zu komplex, dafür reicht deine Zeit nicht.

Das System läuft, aber es frisst mehr Rendite, als es je gebracht hat.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Nach 26 Jahren Börse habe ich gelernt: Irgendwann wird der manuelle Umbau billiger als das Weiterwursteln mit technischen Schulden.

In diesem Artikel zeige ich dir einen klaren Fahrplan mit vier Schritten, wie du deine 200.000 Euro aus dieser Skalierungsfalle befreist und in ein System verwandelst, das wirklich funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tilge zuerst teure Schulden: Berechne den wahren Preis deiner Kredite. Immobiliendarlehen mit 1 bis 2 % Zinsen sind etwas anderes als Konsumkredite mit 9 % oder höher.
  • Sichere deinen Notgroschen ab: 3 bis 12 Monatsausgaben als Infrastruktur. Nur so kannst du deine Anlagen nicht zu Panikpreisen verkaufen.
  • Isoliere deine Ziele der nächsten 5 Jahre: Was du bald brauchst, gehört aus dem Risiko-Portfolio raus und in sichere Anlagen.
  • Baue ein System auf: Ein Robo Advisor schafft die Architektur, die deine isolierten Positionen je brauchten. 6 bis 8 % Rendite sind langfristig realistisch.
  • Merke dir die 4 goldenen Regeln: Sie verhindern, dass du in den alten Flickenteppich zurückfällst.
  • Starte jetzt mit Struktur: Ein perfekter Plan, den du nie umsetzt, bringt dir nichts.

Schritt 1: Zuerst Schulden tilgen, dann investieren

Bevor du über Renditeoptimierung nachdenkst, überprüfe deine Kredite.

Ein Dispokredit kostet oft 7 bis 17 % Zinsen pro Jahr, Kreditkartenschulden bis zu 24 %. Selbst gewöhnliche Ratenkredite liegen häufig bei 5 bis 10 %.

Vergleiche das mit Tages- oder Festgeld, das maximal 3 % abwirft.

Die Rechnung ist einfach: Bei einem Kredit zu 9 % Jahreszins sparst du durch Tilgung garantiert 9 % Zinsen. Das ist eine risikofreie Rendite, die du bei keiner anderen Anlage bekommst.

Ein Sonderfall sind Immobilienkredite mit niedrigen Zinsen. Hast du eine Baufinanzierung zu 1 bis 2 % abgeschlossen, kann es sinnvoller sein, dein Geld zu investieren, statt die günstige Hypothek sofort zu tilgen.

Du könntest auch eine kluge Kombination wählen: Zahle einen Teil deines Immobilienkredits ab, um die monatliche Last zu senken, und investiere den Rest deiner 200.000 Euro. So kombinierst du niedrige Kreditkosten mit möglicher Rendite. Ein Finanzplaner kann dir helfen, die optimale Aufteilung zu berechnen.

Aber teure Konsumschulden sind Renditevernichter und sollten weg, bevor du mit größeren Systemen anfängst.

Schritt 2: Baue dir einen soliden Notgroschen auf

Ein Notgroschen ist deine Infrastruktur.

Er bewahrt dich davor, Anlagen zu ungünstigen Zeitpunkten zu verkaufen, nur weil plötzlich eine Reparatur oder ein unerwarteter Engpass auftaucht. Wenn du deine 8 Einzelaktien in einer Marktkrise zu Panikpreisen abstoßen musst, weil die Waschmaschine kaputt geht, hast du verloren.

Wie hoch sollte dein Notgroschen sein?

  • Angestellte: 3 bis 6 Monatsausgaben
  • Selbstständige: 6 bis 12 Monatsausgaben
  • Immobilienbesitzer sollten Reparaturen einplanen
  • Dein persönliches Sicherheitsbedürfnis bestimmt die genaue Höhe

Wichtiger Tipp: Rechne in Monatsausgaben, nicht in Gehältern. Wer 3.000 Euro ausgibt, aber 5.000 Euro verdient, braucht 9.000 bis 18.000 Euro als Notgroschen (nicht 15.000 bis 30.000 Euro).

Wo parkst du deinen Notgroschen?

1. Das Tagesgeldkonto: Die klassische Wahl, weil du jederzeit an dein Geld kommst und bis 100.000 Euro pro Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt bist.

Wichtig: Bei 200.000 Euro musst du diesen Punkt ernst nehmen. Wenn dein Notgroschen allein schon 50.000 Euro ist, und du noch anderes Geld bei derselben Bank hast, überschreitest du die 100.000-Euro-Grenze. Verteile das Geld auf mehrere Banken, damit jede Position unter dem Schutzschirm liegt.

2. Ein flexibles Zinskonto als Tagesgeld-Alternative. Dein Geld ist auch hier jederzeit verfügbar und in Form eines Sondervermögens geschützt.

Versuch nicht, deinen Notgroschen in risikoreiche Anlagen zu stecken. Genau dann, wenn du das Geld brauchst, steht der Markt vielleicht tief.

Ein solider Notgroschen ist das Fundament einer erfolgreichen Anlagestrategie. Erst wenn deine Schulden getilgt sind und dein Notgroschen vorhanden ist, widmen wir uns dem Vermögensaufbau.

Schritt 3: Deine kurz- bzw. mittelfristigen Ziele unter 5 Jahren

Planst du größere Anschaffungen in den nächsten Jahren, vielleicht eine Immobilie, eine Renovierung oder ein neues Auto?

Dann solltest du diesen Teil deiner 200.000 Euro bewusst von deinen langfristigen Investments trennen.

Alles, was du innerhalb von fünf Jahren sicher brauchst, gehört in eine Anlage mit minimalen Kursschwankungen. Ein Zinskonto eignet sich dafür ideal, weil du jederzeit an dein Geld kommst, ohne Börsenschwankungen zu riskieren.

Bei 200.000 Euro ist diese Planung besonders wichtig. Wenn du beispielsweise 60.000 Euro für eine Renovierung oder eine Immobilien-Anzahlung brauchst, gehört dieses Geld definitiv nicht in deine Aktien. Stell dir vor, der Markt bricht kurz vor deinem Vorhaben ein, und du müsstest mit Verlust verkaufen.

Achte dabei auf die Einlagensicherung: Wenn du bei einem Institut über 100.000 Euro hast (Notgroschen plus kurzfristige Ziele), verteile sie auf mehrere Banken oder nutze ein Zinskonto als Sondervermögen.

Entscheidend ist, dass dein kurzfristiger Bedarf nie von schwankungsanfälligen Investments abhängt. So behältst du die Kontrolle über dein Budget und vermeidest unangenehme Überraschungen.

Schritt 4: Langfristig investieren – warum ein Robo Advisor so hilfreich ist

Nachdem du Schulden beseitigt, deinen Notgroschen gesichert und kurzfristige Ziele finanziert hast, bleibt der Rest für den echten Vermögensaufbau.

Jetzt stellt sich die zentrale Frage: Wie machst du aus deinen 8 bis 12 Einzelaktien, dem ETF-Sparplan und dem Tagesgeld endlich ein echtes System?

Das klassische Problem beim Do-it-yourself-Investieren bei 200.000 Euro:

  • Über 10.000 Einzelaktien weltweit, wie wählst du richtig aus?
  • Tausende Fonds und ETFs, welche sind die passenden?
  • Wie streust du dein Risiko optimal über Länder, Branchen und Anlageklassen?
  • Wie balancierst du dein Portfolio wieder aus, wenn es unausgeglichen wird?
  • Wie optimierst du die Steuern ohne Steuerfachmann?

Dazu kommt dein spezifisches Problem: Deine 8 bis 12 Einzelaktien folgen keiner Logik. Sie haben kein gemeinsames Risikoprofil, keinen Rebalancing-Plan, kein System gegen Klumpenrisiken.

Eine Aktie könnte 40 % deines Depots sein, während eine andere 1 % ausmacht, und du weißt es wahrscheinlich gar nicht.

Das Ingenieursprinzip bei der Geldanlage: Ich sage dir aus 26 Jahren Börsenerfahrung, dass ab einer gewissen Systemgröße die manuelle Verwaltung mehr Rendite frisst, als sie je gebracht hat.

Das ist wie technische Schulden in der Software-Entwicklung. Jede kleine Änderung wird teuer. Der Code läuft noch, aber die Wartung kostet mehr als ein kompletter Umbau. Irgendwann wird Refactoring billiger als das Durchhalten.

Genau das ist dein Depot: technische Schulden. Jede neue Position, jede Entscheidung zu rebalancieren, jede Steueroptimierung kostet dich Zeit und Nerven, die du nicht in effiziente Rendite-Generierung stecken kannst.

Einzelne Komponenten, die isoliert funktionieren, ergeben noch kein System. Du brauchst eine Architektur.

Genau das ist das Ingenieursprinzip bei der Geldanlage. Kein kluger Ingenieur baut jeden Tag selbst an den Ventilen seiner Fabrik. Er konstruiert ein System und delegiert die Exekution.

Dieses System heißt Robo Advisor.

Ein Robo Advisor funktioniert wie ein digitaler Vermögensverwalter, der:

  • dein Risikoprofil wissenschaftlich analysiert
  • ein breit gestreutes ETF-Portfolio automatisch zusammenstellt
  • dein Depot rund um die Uhr überwacht
  • automatisch rebalanciert, wenn nötig
  • nie emotionale Entscheidungen trifft

Der Robo Advisor ermittelt durch einen Fragebogen dein Risikoprofil und erstellt ein passendes Portfolio, das dein Geld über tausende Titel, Länder und Branchen verteilt.

Moderne Robo Advisors kombinieren wissenschaftlich fundierte Strategien mit automatischer Risikosteuerung, und das bei überschaubaren Kosten.

Ist dein Depot eingerichtet, überwacht der Robo Advisor rund um die Uhr deine Anlagen. Wenn sich das Verhältnis zwischen Aktien und Anleihen verschiebt, gleicht er automatisch aus. Dein Risikoprofil bleibt erhalten, ohne dass du selbst eingreifen musst.

Bei 200.000 Euro ist eine clevere Strategie, dein Geld auf verschiedene Anlageansätze zu verteilen:

  • ⅓ in einen Robo Advisor mit passiver Strategie
  • ⅓ in eine aktive Strategie
  • ⅓ in nachhaltige Investments

So diversifizierst du nicht nur über Märkte und Titel, sondern auch über verschiedene Ansätze und Anbieter. Wenn ein Robo Advisor einmal hinter der Marktentwicklung zurückbleibt, kompensieren die anderen. Das ist echte Systemredundanz.

Die 4 entscheidenden Vorteile eines Robo Advisors:

  • Professionelle Vermögensverwaltung zum fairen Preis. Früher brauchtest du 500.000 Euro für echte Vermögensverwaltung. Mit einem Robo Advisor bekommst du ein System, das früher nur Reichen vorbehalten war, bei 200.000 Euro zu überschaubaren Kosten.
  • Wissenschaftlich fundierte Strategie. Kein Bauchgefühl, kein Stock-Picking wie bei deinen 8 bis 12 Einzelaktien. Ein Robo Advisor Portfolio ist breit gestreut über viele Länder und Branchen und wird an Marktveränderungen automatisch angepasst. Du bekommst eine echte Architektur, nicht nur isolierte Einzelteile.
  • Langfristig 6 bis 8 % Rendite pro Jahr. Unsere Live-Performance-Tests mit über 25 Strategien zeigen, dass 6 bis 8 % langfristig realistisch sind. Keine Garantie, die Märkte schwanken. Aber die Wahrscheinlichkeit ist auf deiner Seite, wenn du langfristig investiert bleibst.
  • Faire und transparente Kosten. Nur etwa 0,75 bis 1,0 % Gesamtkosten pro Jahr. Keine versteckten Gebühren, keine Ausgabeaufschläge wie bei klassischen Fonds, keine Gebühren für jeden Trade deiner 8 Aktien.

Die 4 goldenen Regeln für deine langfristige Geldanlage

Diese vier Prinzipien sind das Fundament jeder erfolgreichen Strategie, egal ob du 200.000 Euro oder weniger anlegen willst.

1. Regel: Keine Rendite ohne Risiko

Wer gar kein Risiko eingehen will (reines Tagesgeld), kommt über 1 bis 3 % Rendite nicht hinaus. Um auf 6 bis 8 % zu kommen, brauchst du Aktien- und Anleihenanteile, die auch mal schwanken.

Ein guter Robo Advisor hilft dir, die passende Balance zu finden, ohne dich selbst alle paar Wochen in die Tiefe zu fragen.

2. Regel: Zeit ist dein bester Freund

Je länger dein Anlagehorizont, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, Verluste zu erleiden.

Wer 2008 direkt vor der Finanzkrise investierte und 15 Jahre lang durchhielt, steht heute meist deutlich im Plus. Der Trick dabei: Du musst Kursschwankungen aussitzen können. Ein Robo Advisor hilft dir, emotional stabil zu bleiben, weil du nicht ständig deine 8 Einzelaktien überwachen und neu bewerten musst.

3. Regel: Streuung ist der Schlüssel

„Setze nie alles auf eine Karte“: diese Börsenweisheit ist heute wichtiger denn je.

Deine 8 bis 12 Einzelaktien sind das Gegenteil dieser Regel. Sie haben kein gemeinsames Konzept, keine Gewichtung nach Risiko, keine Kontrolle gegen Klumpenrisiken. Ein guter Robo Advisor dagegen streut so:

  • Über verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, etc.)
  • Über verschiedene Länder und Regionen
  • Über verschiedene Branchen
  • Über tausende einzelne Wertpapiere

Aus unseren Tests: Die besten Robo Advisor investieren in über 8.000 verschiedene Wertpapiere weltweit. Diese Streuung bekommst du mit 200.000 Euro und ein bisschen Stock-Picking allein niemals hin.

4. Regel: Kosten sind der Renditekiller

Während aktive Mischfonds gerne 1,8 % pro Jahr an Gebühren verlangen, plus 3 bis 5 % Ausgabeaufschlag, kommst du mit einem Robo Advisor auf insgesamt rund 1 %.

Bei 200.000 Euro und langen Anlagezeiträumen ergibt das schnell einen fünfstelligen Unterschied im Endergebnis.

Dazu kommt bei Einzelaktien ein versteckter Kostenfaktor: Jeder Kauf und Verkauf kostet Gebühren und Geld-Brief-Spanne. Wer regelmäßig seine 8 Aktien umschichtet oder rebalanciert, verbraucht Rendite, ohne es zu merken.

200.000 Euro investieren: Welche Möglichkeiten gibt es langfristig noch?

Schauen wir uns die klassischen Anlageformen an und warum ein systematischer Robo Advisor oft die bessere Lösung ist.

200.000 Euro in Festgeld anlegen: das Timing-Problem

Bei Festgeld bindest du dich für eine feste Laufzeit. Steigen die Zinsen während dieser Zeit, gehst du leer aus. Fallen sie, hast du einen Lock-in.

Bei 200.000 Euro musst du zudem auf die Einlagensicherungsgrenze von 100.000 Euro pro Bank achten und das Geld auf mehrere Institute verteilen. Das wird schnell unbequem.

Ein Robo Advisor kann dein Geld flexibel an Marktveränderungen anpassen und ist bei größeren Summen leichter zu verwalten.

200.000 Euro in Aktien anlegen: das große Klumpenrisiko

Mit 200.000 Euro kannst du zwar in viele Einzelaktien investieren, doch eine wirklich globale Streuung braucht Dutzende bis Hunderte Titel.

Viel schwieriger: Du musst selbst entscheiden, wann du ein- und aussteigst. Deine 8 bis 12 Positionen haben vermutlich keinen Plan für wechselnde Marktphasen. Ein Robo Advisor streut automatisch über tausende Aktien weltweit und nimmt dir emotionale Entscheidungen ab.

200.000 € in Fonds anlegen: die versteckte Kostenfalle

Wie schon erwähnt, senken aktive Fonds durch hohe Kosten deine Nettorendite massiv.

Robo Advisors sind in der Regel günstiger und transparenter. Keine Überraschungsgebühren, kein Kampf mit Gebührenstrukturen.

200.000 Euro in ETFs anlegen: die endlose Qual der Wahl

Welche ETFs wählst du? MSCI World, Emerging Markets, Anleihen, Themen-ETFs? Wie verteilst du dein Geld? Wie häufig balancierst du das Portfolio aus?

Das erfordert nicht nur Wissen, sondern auch die Disziplin, regelmäßig zu handeln und dabei rational zu bleiben. Ein Robo Advisor übernimmt genau diese Aufgaben vollautomatisch.

200.000 Euro in Gold anlegen: die Krisen-Beimischung

Gold kann zur Absicherung dienen, wirft jedoch keine laufenden Erträge ab.

Zudem schwankt der Goldpreis bisweilen stark. Gold als alleinige Strategie ist keine ausgewogene Lösung. Als Beimischung von 5 bis 10 % in einem breit gestreuten Portfolio kann es stabilisierend wirken. Ein guter Robo Advisor berücksichtigt das automatisch.

200.000 € in Anleihen anlegen: das unterschätzte Zinsrisiko

Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen? Kurze oder lange Laufzeiten? Bonität?

Steigende Zinsen können Anleihenkurse drücken. Anleihen stabilisieren ein Portfolio, sind aber in Zeiten wechselnder Zinspolitik nicht so sicher, wie viele glauben. Ein Robo Advisor steuert den Anleihenanteil professionell und passt ihn bei Bedarf an.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier sind die häufigsten Fragen, die dir vielleicht gerade im Kopf herumschwirren.

Wie kannst du 200.000 Euro sicher anlegen?

Robo Advisors verwahren dein Geld als Sondervermögen, getrennt vom Firmenvermögen des Anbieters. Selbst bei einer Insolvenz sind deine Anlagen geschützt.

Für maximale Sicherheit könntest du deine 200.000 Euro auch auf mehrere Robo Advisor verteilen oder ein Teilinvestment in unterschiedliche Strategien vornehmen. Achte außerdem darauf, dass dein Notgroschen nicht bei nur einer Bank über die Grenze von 100.000 Euro hinausgeht.

Die größte Gefahr ist oft nicht der Anbieter, sondern du selbst, wenn du emotional falsch reagierst. Ein Robo Advisor bewahrt dich vor impulsiven Fehlentscheidungen.

Welche Rendite darfst du realistischerweise erwarten?

Langfristig liegen seriöse Robo-Strategien bei 6 bis 8 % jährlich. Das ist kein Versprechen, sondern ein Durchschnittswert über viele Marktphasen und belegt durch unseren Robo Advisor Performance Live-Test mit 25+ verschiedenen Strategien.

Was bedeutet das für deine 200.000 Euro konkret, bei 7 % jährlicher Rendite?

  • Nach 10 Jahren: 393.430 Euro
  • Nach 20 Jahren: 773.937 Euro
  • Nach 30 Jahren: 1.522.451 Euro

Diese Werte sind keine Garantie, sondern mögliche Szenarien basierend auf historischen Daten. Entscheidend ist, dass du langfristig dabei bleibst und Krisen aussitzt.

Ist ein Sparplan zusätzlich sinnvoll?

Ja, absolut.

Du kannst deine 200.000 Euro als Einmalanlage starten und monatlich per Sparplan weiter aufstocken. So wächst dein Vermögen stetig und du profitierst vom Cost-Averaging-Effekt. Das ist doppelt effektiv: Soforteinsatz plus regelmäßiges Dazufügen.

Alles auf einmal investieren oder in Tranchen aufteilen?

Rein mathematisch ist eine Sofortanlage oft besser, weil dein Geld länger am Markt arbeitet.

Wenn dir das aber zu nervenaufreibend ist, kannst du deine 200.000 Euro in 4 bis 6 Tranchen über mehrere Monate investieren. Bei einem so großen Betrag kann der schrittweise Einstieg psychologisch einfacher sein, da du nicht befürchten musst, alles zum ungünstigsten Zeitpunkt anzulegen.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Heute.

Viele Anleger warten auf den perfekten Moment, während ihr Geld auf dem Girokonto liegt und von der Inflation aufgefressen wird. Der beste Zeitpunkt zum Starten war immer gestern, der zweitbeste ist heute.

Was mache ich mit meinen 8 bis 12 Einzelaktien?

Das ist eine berechtigte Frage. Sie haben für dich damals Sinn gemacht, aber jetzt sind sie Teil eines Flickenteppichs ohne übergeordnete Logik.

Option 1: Lass sie laufen und investiere den Rest deiner 200.000 Euro über ein Robo-System. Mit der Zeit relativieren sich die einzelnen Aktien im Gesamtportfolio. Du fragst dich dann weniger oft: „Wie läuft das einzelne Papier?“ und mehr: „Wie läuft mein Gesamtsystem?“

Option 2: Verkaufe sie und integriere das Geld vollständig in ein strukturiertes System. Psychisch härter, weil du dich damit eingestehen musst, dass die Einzelaktien-Strategie nicht skaliert. Aber sauberer für dein neues System.

Die schlimmste Option: Weitermachen wie bisher. Jeder Monat ohne klare Architektur ist ein Monat, in dem technische Schulden deine Rendite langsam aufzehren.

Das Wichtigste zum Schluss: Der Umbau wird nicht einfacher, wenn du wartest

Ein perfekter Plan, den du nie umsetzt, bringt dir nichts. Ein solider Plan, den du tatsächlich verfolgst, kann dich wohlhabend machen.

Deshalb gilt:

  • Tilge deine Schulden, vor allem teure Konsumkredite.
  • Sicher deinen Notgroschen ab, um nicht in Panik zu verfallen.
  • Grenze ab, was du in den nächsten 1 bis 5 Jahren brauchst.
  • Investiere den Rest langfristig mit einem System, zum Beispiel mit einem Robo Advisor, der dein Kapital breit streut und automatisch verwaltet.

So wird aus deinen isolierten Positionen eine echte Architektur. Dein Geld arbeitet nach Plan, nicht nach Laune.

Mit 200.000 Euro hast du ein solides Startkapital, das, klug angelegt, zu einem beachtlichen Vermögen anwachsen kann.

Noch ein Tipp: Wenn du zusätzlich überlegst, in eine weitere Immobilie zu investieren oder deinen bestehenden Kredit teilzuablösen, rechne genau durch, wie hoch die Zinsen deiner Finanzierung sind. Vergleiche sie mit dem Renditepotenzial deiner Geldanlage.

Oft ist eine Kombination aus minimaler Tilgung und Robo-Advisor-Investment eine lukrative Balance. Ein Finanzplaner kann dir helfen, den optimalen Mix zu finden.

Dein nächster Schritt: Wähle einen passenden Robo Advisor aus unserem Vergleich und starte deinen Vermögensaufbau.

Der Umbau wird nicht einfacher, wenn du wartest. Er wird teurer.

Michael Beutel beschäftigt sich seit über 26 Jahren mit den Kapitalmärkten. 2016 hat er GELDANLAGEdigital gegründet, seit 2020 investiert er eigenes Geld in derzeit 24 Robo Advisor Strategien. Die Ergebnisse veröffentlicht er jeden Monat. Als Diplom-Volkswirt und Diplom-Kaufmann verbindet er Finanzwissen mit dem, was die meisten Vergleichsportale nicht haben: echtes Geld im echten Markt. Mehr über Michael und die Plattform →

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