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Robo Advisor Sicherheit: Wie sicher ist dein Geld?

Michael Beutel · 8. April 2026  ·   min

Bevor du einem Robo Advisor dein Geld anvertraust, willst du drei Dinge wissen: Wo liegt mein Geld? Wer hat Zugriff? Was passiert, wenn der Anbieter pleitegeht?

Kurze Antwort: Dein Geld liegt nicht beim Robo Advisor. Es liegt bei einer regulierten Partnerbank, auf deinen Namen, als Sondervermögen. Die Anlageexperten steuern die Strategie, haben aber keinen Zugriff auf dein Kapital.

Was das im Detail bedeutet, wo die Unterschiede zwischen den 33 Anbietern liegen und warum wir das aus eigener Erfahrung bestätigen können, erfährst du auf dieser Seite.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dein investiertes Geld ist als Sondervermögen geschützt, unbegrenzt und unabhängig vom Anbieter. Der Robo Advisor hat keinen Zugriff auf dein Kapital.
  • Wird der Robo Advisor insolvent, bleibt dein Depot unberührt. Das haben wir 2017 bei der CASHBOARD-Insolvenz mit eigenem Geld erlebt.
  • Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist bei den meisten Anbietern durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt. Bei manchen (Mintos, Revolut) liegt die Grenze deutlich niedriger.
  • 7 von 33 Anbietern unterliegen nicht der BaFin, sondern ausländischen Aufsichtsbehörden. Das hat Auswirkungen auf Steuern, Entschädigungssysteme und Bequemlichkeit.

Wo liegt dein Geld wirklich?

Die meisten Anleger denken: „Ich überweise mein Geld an den Robo Advisor." Stimmt technisch, aber rechtlich passiert etwas anderes.

Partnerbank oder eigene Bank: Wer verwahrt dein Depot?

Dein Depot wird nicht beim Robo Advisor geführt, sondern bei einer regulierten Bank. Viele Anbieter arbeiten mit einer Partnerbank zusammen: growney nutzt die Sutor Bank, LIQID die V-Bank, Smavesto die Baader Bank.

Andere Anbieter haben eine eigene Banklizenz oder gehören zu einem Bankkonzern. Scalable Capital hat seit 2023 eine eigene Vollbanklizenz. cominvest ist direkt bei der Commerzbank angedockt. quirion wird von der Quirin Privatbank betrieben.

In beiden Fällen gilt: Deine Wertpapiere werden auf deinen Namen verwahrt, getrennt vom Vermögen des Anbieters. Der Robo Advisor steuert die Strategie (welche ETFs, welche Gewichtung), hat aber keinen Zugriff auf dein Kapital. Er handelt im Namen und auf Rechnung des Kunden, nicht auf eigene Faust.

Sondervermögen: Der Schutz, der wirklich zählt

Die meisten Anleger fragen nach der „100.000 Euro Einlagensicherung“. Aber die schützt nur Cash auf dem Verrechnungskonto. Dein investiertes Geld (ETFs, Fonds, Einzeltitel) ist als Sondervermögen geschützt: Es gehört rechtlich dir, nicht der Bank und nicht dem Robo.

Bei einer Insolvenz des Anbieters oder der Depotbank wird das Sondervermögen nicht zur Insolvenzmasse gezählt. Das gilt für alle 33 Anbieter, deren Portfolios auf ETFs, Fonds oder Einzeltiteln basieren. Ohne Obergrenze.

Die Sache ist: Die Einlagensicherung ist nur für das Verrechnungskonto-Guthaben relevant, und das liegt in der Praxis selten über ein paar tausend Euro. Wer die richtige Frage stellt, hat weniger Angst.

Das Referenzkontenprinzip: Kein Geld ohne dein Konto

Fast alle Robo Advisor arbeiten mit dem Referenzkontenprinzip. Das funktioniert so: Du legst bei der Eröffnung ein Referenzkonto fest, in der Regel dein Girokonto. Auszahlungen sind ausschließlich auf dieses Konto möglich. Nicht auf ein anderes, nicht auf ein fremdes.

Selbst wenn jemand deine Zugangsdaten abfangen sollte, kann er kein Geld auf ein fremdes Konto umleiten. Das System lässt es schlicht nicht zu.

Es gibt eine Ausnahme: Revolut arbeitet nicht mit einem klassischen Referenzkonto. Auszahlungen gehen ins Revolut-Ökosystem, nicht auf ein externes Bankkonto. Bei Openbank ist das Openbank-Girokonto automatisch das Referenzkonto, weil der Robo-Advisor in das Banking-Ökosystem integriert ist.

Für jemanden, der beruflich komplexe Systeme baut, ist das nachvollziehbar: Kein Single Point of Failure, sondern eine klare Trennung der Zuständigkeiten.

Was passiert, wenn ein Robo Advisor pleitegeht?

Das ist die Frage, die im Hinterkopf mitläuft, auch wenn man sie ungern laut stellt. Du übergibst einen relevanten Teil deines Vermögens an ein Unternehmen, das vielleicht zehn Jahre alt ist. Was, wenn es das in fünf Jahren nicht mehr gibt?

Vier Schritte bei einer Robo-Insolvenz

Schritt 1: Dein investiertes Geld ist sicher. ETFs, Fonds und Einzeltitel sind Sondervermögen. Sie gehören dir, nicht dem Robo. Bei einer Insolvenz werden sie nicht zur Insolvenzmasse gezählt.

Schritt 2: Das Cash auf dem Verrechnungskonto ist geschützt. Bei deutschen Banken: bis 100.000 Euro. Bei Sparkassen-nahen Anbietern wie bevestor oder Smavesto: unbegrenzt (Institutssicherung). Bei ausländischen Anbietern variiert es erheblich (dazu gleich mehr).

Schritt 3: Die Depotbank übernimmt die Verwahrung. Wenn der Robo aufhört zu existieren, bleibt dein Depot bei der Depotbank bestehen. Du kannst die Wertpapiere zu einem anderen Broker oder Robo übertragen.

Schritt 4: Der Service endet. Kein automatisches Rebalancing mehr, keine Risikosteuerung, keine Portfoliooptimierung. Du musst selbst aktiv werden oder einen neuen Anbieter wählen.

Wichtig bei Schritt 3: Einen ausgehenden Depotübertrag (vom Robo zu einer Fremdbank) haben bisher nur 9 Anbieter explizit belegt, darunter Consorsbank, Evergreen, Ginmon, growney, OSKAR, quirion und Whitebox. Bei 19 Anbietern gibt es dazu keine offizielle Aussage. Das heißt nicht, dass es nicht geht (ETFs sind Sondervermögen, der Herausgabeanspruch besteht immer), aber der Prozess ist nicht überall dokumentiert. Wenn dir ein reibungsloser Wechsel wichtig ist, frag vor der Eröffnung nach.

Die größte Konsequenz einer Robo-Insolvenz ist nicht der Verlust von Geld, sondern der Verlust von Bequemlichkeit. Das ist lästig, aber nicht existenzbedrohend.

Wir haben es erlebt: Der CASHBOARD-Fall

Das ist keine Theorie. Wir waren dabei.

2017 musste CASHBOARD, einer der ältesten Robo Advisor in Deutschland, Insolvenz anmelden. Ein Strategiewechsel, der nicht aufging, zu wenig Kapital, Ende.

Da wir alle Robo Advisor mit eigenem Geld testen, waren wir direkt betroffen. Das Ergebnis: Unsere Fondsanteile bei der Partnerbank eBase waren sicher verwahrt, jederzeit abrufbar und konnten problemlos verkauft werden. Das Geld auf dem Verrechnungskonto war ebenfalls geschützt.

Kein Euro ging verloren. Genau so, wie es das System vorsieht.

Wenn du dich fragst, ob der Sondervermögen-Schutz im Ernstfall hält: ja, tut er. Wir können das bestätigen, weil wir nicht nur darüber schreiben, sondern es mit eigenem Geld erlebt haben.

Insolvenz der Partnerbank: Einlagensicherung greift

Ein anderes Szenario: Was, wenn nicht der Robo Advisor, sondern die Partnerbank selbst pleitegeht?

Auch hier gilt: Deine Fondsanteile und ETFs sind als Sondervermögen geschützt. Vollständig und ohne Obergrenze. Sie gehören dir, nicht der Bank.

Für das Guthaben auf deinem Verrechnungskonto greift die gesetzliche Einlagensicherung. Bei den meisten deutschen Anbietern sind das 100.000 Euro pro Person und Bank. Viele Partnerbanken sind zusätzlich Mitglied in freiwilligen Einlagensicherungsfonds, die deutlich höhere Beträge absichern.

Ein Sonderfall: bevestor (DekaBank) und Smavesto (Sparkasse Bremen) profitieren von der Institutssicherung der Sparkassen-Finanzgruppe. Diese sichert Einlagen in voller Höhe, ohne 100.000-Euro-Obergrenze. Kein anderer Anbieter im deutschen Robo-Markt bietet eine vergleichbare Zusatzsicherung.

In der Praxis liegt auf dem Verrechnungskonto selten mehr als ein paar tausend Euro. Das Risiko einer Bankinsolvenz in Deutschland ist extrem gering. Aber wenn du mit sechsstelligen Beträgen arbeitest, ist es gut zu wissen, wie die Absicherung funktioniert.

Nicht alle Robos sind gleich reguliert

Ein Punkt, der in keinem anderen Vergleich auftaucht, weil er Recherchearbeit erfordert: Die 33 Robo Advisor am deutschen Markt unterliegen nicht alle denselben Regeln.

Vollbanklizenz vs. Wertpapierinstitut

Der Markt teilt sich in zwei regulatorische Klassen.

Vollbanklizenz (eigene oder über Muttergesellschaft): cominvest (Commerzbank), bevestor (DekaBank), Consorsbank (BNP Paribas), ROBIN (Deutsche Bank), Scalable Capital (eigene Banklizenz seit 2023), quirion (Quirin Privatbank), ING, fintego (FNZ Bank), growney (Sutor Bank), OSKAR (via Scalable Capital Bank), Openbank (Santander), Raisin Invest (Raisin Bank), Zeedin (Hauck Aufhäuser Lampe), WillBe (Liechtensteinische Landesbank), vividam (FNZ Bank), Fidelity Wealth Expert (FIL Fondsbank).

Vollbanken unterliegen den strengsten Aufsichtsanforderungen: Eigenkapitalvorschriften, Liquiditätsvorschriften, regelmäßige Stresstests, umfassende Meldepflichten.

Wertpapierinstitut / Finanzdienstleister / Vermögensverwalter: Evergreen, Gerd Kommer Capital, Ginmon, inno invest, investify, LIQID, Mintos, MorgenFund, Peaks, Smavesto, Solidvest, Whitebox, Estably, FvS ONE.

Reguliert nach WpIG (Wertpapierinstitutsgesetz) oder äquivalenten europäischen Rahmenwerken. Geringere Eigenkapitalanforderungen, weniger regulatorische Dichte, aber ebenfalls unter staatlicher Aufsicht.

Für die Sicherheit deines investierten Geldes macht die Lizenzklasse keinen Unterschied (Sondervermögen schützt in beiden Fällen). Für die Stabilität des Geschäftsbetriebs kann es einen Unterschied machen: 13 Anbieter gehören zu einer Bank oder Finanzgruppe, 11 sind unabhängige FinTechs, 6 sind klassische Vermögensverwalter und 3 sind Plattform-Marken auf fremder Infrastruktur (Gerd Kommer, OSKAR und ING auf Scalable Capital). Ein FinTech ohne Banklizenz ist leichter vom Markt zu nehmen als eine Commerzbank-Tochter. Dein Geld ist sicher, aber der Service könnte plötzlich enden.

Sieben Anbieter unterliegen nicht der BaFin

Nicht alle Robos am deutschen Markt unterliegen der BaFin. Sieben operieren unter ausländischer Regulierung:

Anbieter

Aufsichts­behörde

Land

Anleger­ent­schädigung

Estably

FMA

Liechten­stein

100.000 € (DE) /
100.000 CHF (LI)

WillBe

FMA

Liechten­stein

100.000 CHF

investify

CSSF

Luxem­burg

Luxem­burgisches Garantie­system

Mintos

Latvijas Banka

Lettland

20.000 €

Peaks

AFM

Nieder­lande

100.000 € (NL) + 20.000 € (Anleger­ent­schädigung)

Revolut

Bank of Lithuania

Litauen

22.000 €

Openbank

Banco de España

Spanien

100.000 €

Alle operieren innerhalb des EU-Regulierungsrahmens (MiFID II). Aber die nationalen Anlegerentschädigungssysteme unterscheiden sich erheblich. Mintos bietet nur 20.000 Euro Anlegerentschädigung. Revolut: 22.000 Euro. Beide deutlich unter dem deutschen Standard.

Für das investierte Geld (Sondervermögen) ist die Regulierungsbehörde sekundär. Für Cash auf dem Verrechnungskonto und für die Anlegerentschädigung im Betrugsfall kann es relevant sein.

Was das für deine Steuererklärung bedeutet

27 von 33 Anbietern sitzen in Deutschland. Bei ihnen wird die Abgeltungsteuer automatisch abgeführt. Du musst dich um nichts kümmern.

Bei den Anbietern mit deutscher Depotbank im Ausland (Estably über Baader Bank, investify über Baader Bank) läuft das Steuerhandling ebenfalls automatisch.

Bei Anbietern ohne deutsche Depotbank musst du die Steuerpflicht selbst in der Einkommensteuererklärung abwickeln. Das betrifft: WillBe, Mintos, Peaks, Revolut. Das ist kein Sicherheitsrisiko, aber ein realer Komfortverlust, der bei der Anbieterauswahl in die Rechnung gehört.

Die Unterschiede, die keiner erklärt

Die Grundsicherung (Sondervermögen, Einlagensicherung, Referenzkonto) ist bei fast allen Anbietern gleich. Die wirklich interessanten Unterschiede liegen eine Ebene tiefer.

100.000 Euro Einlagensicherung? Nicht überall.

Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro gilt für das Verrechnungskonto bei deutschen Banken. Aber nicht jeder Anbieter fällt in dieses Schema.

Bei MorgenFund und VisualVest greift nicht die klassische Einlagensicherung, sondern die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Die schützt Forderungen aus Wertpapiergeschäften bis 90 Prozent des Wertes, maximal 20.000 Euro pro Gläubiger. Das ist deutlich weniger als 100.000 Euro.

Bei inno invest läuft die Absicherung ebenfalls über die EdW, nicht über die klassische Banken-Einlagensicherung.

In der Praxis ist das für die meisten Anleger irrelevant, weil das investierte Geld über Sondervermögen geschützt ist. Aber wenn du viel Cash auf dem Verrechnungskonto parkst (zum Beispiel vor einer größeren Investition), lohnt sich ein Blick auf die Absicherungshöhe.

Fünf Robos, eine Depotbank

Von 33 Anbietern nutzen mindestens fünf die Baader Bank als Depotbank: Gerd Kommer Capital, OSKAR, Smavesto, Solidvest, Estably. Weitere Cluster: FNZ Bank (fintego, vividam), DAB BNP Paribas (Evergreen, Ginmon).

Das ist kein Sicherheitsrisiko. Sondervermögen schützt unabhängig davon, bei welcher Bank das Depot liegt. Aber es ist ein operatives Risiko: Wenn die Baader Bank technische Probleme hat, sind alle fünf Depots gleichzeitig betroffen. Kein Zugriff, keine Orders, keine Übersicht.

Ein ähnliches Cluster gibt es auf der Technologieseite: Scalable Capital betreibt nicht nur seinen eigenen Robo (4,5 Mrd. € AuM), sondern auch die VV-Infrastruktur für OSKAR, Gerd Kommer Capital und ING Smart Invest. Vier Marken, eine Technik. Das ist kein Sicherheitsproblem (Sondervermögen schützt), aber gut zu wissen.

Wer über mehrere Robos diversifiziert, sollte darauf achten, dass die Depots bei verschiedenen Banken liegen. Das ist ein Punkt, den die wenigsten auf dem Schirm haben.

Großbank im Rücken heißt nicht bessere Rendite

Ein verbreiteter Irrtum: „Je größer die Bank hinter dem Robo, desto besser die Rendite.“ Die Daten aus unserem Performance-Vergleich sagen etwas anderes.

cominvest (Commerzbank) steht auf Rang 1 mit der besten 5-Jahres-Performance. Fidelity Wealth Expert (Fidelity International, einer der größten Fondsanbieter der Welt) liegt auf Rang 9. Robin (Deutsche Bank) bewegt sich im Mittelfeld. LIQID, ein FinTech ohne Bankkonzern, steht auf Rang 3.

Die AuM-Zahlen bestätigen das Muster: Die drei größten Robos nach verwaltetem Vermögen (Scalable Capital 4,5 Mrd. €, LIQID 3,5 Mrd. €, quirion 2,7 Mrd. €) sind alle FinTechs. Zusammen halten sie rund 70 Prozent des Gesamtmarkts. Die größte Bank-Tochter (cominvest, 1 Mrd. €) kommt erst auf Rang 5.

Institutionelles Backing liefert Betriebssicherheit (der Robo wird nicht über Nacht verschwinden), aber keine Performance-Garantie. Die Marke der Mutterbank sagt nichts über die Qualität des Portfoliomanagements. Wer bei bank-gestützten Robos investiert, zahlt oft für den Vertrauensvorschuss, nicht für bessere Ergebnisse.

Vermögensverwalter oder Finanzanlagenvermittler?

Nicht jeder Robo Advisor ist rechtlich gleich aufgestellt. Gerade wenn du Wert auf Kontrolle und Transparenz legst, lohnt sich ein Blick auf diesen Unterschied.

Finanzanlagenvermittler nach §34f Gewerbeordnung vermitteln Anlageprodukte. Sie dürfen Vorschläge machen, aber keine eigenständigen Anlageentscheidungen für dich treffen. Du musst jedem Kauf und Verkauf selbst zustimmen. Die Aufsicht liegt bei der IHK, nicht bei der BaFin.

Vermögensverwalter nach §32 Kreditwesengesetz dürfen eigenständig Anlageentscheidungen treffen und dein Portfolio aktiv steuern. Das ist der Kern des Robo-Advisor-Modells: Du gibst die Strategie-Parameter vor (Risikoprofil, Anlageziel), und der Anbieter setzt sie um. Dafür braucht er eine BaFin-Lizenz und unterliegt deutlich strengeren Kontrollen.

Die meisten Robo Advisor in Deutschland arbeiten als lizenzierte Vermögensverwalter. Das heißt: regelmäßige BaFin-Prüfungen, strenge regulatorische Vorgaben, Pflicht zur Dokumentation und Berichterstattung.

Wenn du jemandem die Verantwortung für dein Vermögen übergibst, willst du wissen, dass eine Aufsichtsbehörde draufschaut. Das ist bei Vermögensverwaltern der Fall, bei reinen Finanzanlagenvermittlern in deutlich geringerem Umfang.

In unseren Einzeltests findest du bei jedem Anbieter die Info, welche Lizenz er besitzt und welche Partnerbank dahintersteht.

Wie sicher sind deine Daten?

Bei der Anmeldung gibst du einiges von dir preis: Name, Adresse, Steuer-ID, Bankverbindung, Angaben zu deiner finanziellen Situation. Berechtigte Frage, was damit passiert.

Verschlüsselung und Rechenzentrum

Alle Robo Advisor in unserem Vergleich nutzen eine SSL-Verschlüsselung für ihre Webseite und Plattform. Das ist der gleiche Standard, den auch dein Online-Banking verwendet.

Die Rechenzentren der Anbieter befinden sich in der Regel in Deutschland. Deine Daten unterliegen damit der DSGVO und dem deutschen Datenschutzrecht. Das klingt nach Formalität, aber es bedeutet konkret: Keine Weitergabe an Dritte ohne deine Zustimmung, Recht auf Auskunft und Löschung, und klare gesetzliche Regeln, wer was mit deinen Daten machen darf.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die meisten Anbieter setzen zusätzlich auf Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Login. Das heißt: Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, kommt er ohne den zweiten Faktor (SMS-Code, Authenticator-App oder Push-Benachrichtigung) nicht in dein Depot.

Wenn du beruflich mit IT-Systemen arbeitest, kennst du das Prinzip. Es ist kein unknackbares Fort Knox, aber es ist der aktuelle Standard, der das Gros aller Angriffe zuverlässig abfängt.

Was die Anbieter mit deinen Daten machen

Robo Advisor nutzen deine Angaben aus dem Onboarding-Fragebogen, um dein Risikoprofil zu ermitteln und das passende Portfolio zusammenzustellen. Das ist der Zweck, nicht mehr.

Keiner der Anbieter in unserem Vergleich verkauft Kundendaten an Dritte. Die Datenschutzerklärungen sind öffentlich einsehbar und bei den meisten Anbietern sogar verständlich geschrieben.

Welches Anlagerisiko besteht?

Bis hierhin ging es um die Sicherheit deines Geldes und deiner Daten. Beides ist gut geschützt.

Aber es gibt ein Risiko, das kein Sondervermögen und keine Einlagensicherung abfängt: das Anlagerisiko. Dein Portfolio kann an Wert verlieren. Das wird es auch, zwischendurch, garantiert.

Kursverluste gehören dazu

Ein Robo Advisor investiert dein Kapital an der Börse, in der Regel in ETFs und Fonds. Börsen schwanken. In einem schlechten Jahr kann dein Portfolio 10, 20 oder sogar 30 Prozent im Minus stehen.

Das ist kein Fehler. Das ist Kapitalmarkt. Das passiert dir mit einem DIY-Depot genauso.

Der Unterschied: Beim Robo Advisor gibt es keinen Moment, in dem du nachts um halb zwölf panisch einzelne Positionen verkaufst, weil du eine Schlagzeile gelesen hast. Das System hält die Strategie. Auch wenn du es gerade nicht tun würdest.

Dein Risikoprofil bestimmt die Strategie

Bevor ein Euro investiert wird, ermittelt der Robo Advisor dein persönliches Risikoprofil. Anhand deiner finanziellen Situation, deiner Ziele und deiner Risikobereitschaft wird ein Portfolio zusammengestellt, das zu dir passt.

Konservativ mit hohem Anleihen-Anteil. Ausgewogen mit breiter Streuung. Offensiv mit hohem Aktienanteil. Du entscheidest den Rahmen, der Robo Advisor füllt ihn.

Die Anbieter nutzen dafür wissenschaftlich fundierte Anlagestrategien und eine breite Diversifikation über Regionen, Branchen und Anlageklassen. Das eliminiert das Risiko nicht. Aber es macht es kalkulierbar.

Zeit ist der beste Risikopuffer

Ein Punkt, der in der Sicherheitsdiskussion oft vergessen wird: Das Anlagerisiko sinkt mit der Haltedauer. Bei global gestreuten Portfolios gab es historisch über Zeiträume von 15 Jahren und länger kaum Perioden mit negativer Rendite.

Das heißt nicht, dass es keine Rückschläge gibt. Aber es heißt, dass Geduld der beste Schutz vor Verlusten ist. Besser als jedes Hedging, besser als jeder Stop-Loss.

Wenn du 100.000 Euro oder mehr investierst und einen Horizont von 10, 15 oder 20 Jahren hast, ist die Wahrscheinlichkeit, am Ende im Minus zu stehen, historisch sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Geld auf dem Tagesgeld real an Wert verliert, ist dagegen fast sicher.

Die entscheidende Frage ist also nicht „Ist ein Robo Advisor sicher?“, sondern „Passt das Risikoprofil zu mir und habe ich die Geduld, es durchzuziehen?“

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Michael Beutel beschäftigt sich seit über 26 Jahren mit den Kapitalmärkten. 2016 hat er GELDANLAGEdigital gegründet, seit 2020 investiert er eigenes Geld in derzeit 24 Robo Advisor Strategien. Die Ergebnisse veröffentlicht er jeden Monat. Als Diplom-Volkswirt und Diplom-Kaufmann verbindet er Finanzwissen mit dem, was die meisten Vergleichsportale nicht haben: echtes Geld im echten Markt. Mehr über Michael und die Plattform →

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